Zusatzbeitrag Krankenkassen in 2016 bei 1,7 Prozent?

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Ab dem kommenden Jahr dürften die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland weiter steigen. Im kommenden Jahr könnten die Zusatzbeiträge bei 1,7 Prozent vom Bruttoeinkommen betragen. Um die Kosten auf die Versicherten so gering wie möglich zu halten, forderten die Ersatzkassen entsprechende Schritte von der deutschen Politik einzuleiten.

Seit dieses Jahr erhebt fast jede gesetzliche Krankenkasse Zusatzbeiträge. Im Durchschnitt liegt dieser bei 0,9 Prozent. Doch dies scheint nur eine Momentaufnahme zu sein. Wie ein Sprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung erklärte, dürften die Zusatzbeiträge im kommenden Jahr weiter steigen.

Der Zusatzbeitrag dürfte im kommenden Jahr wohl von 0,9 auf 1,7 Prozent steigen. Grund für diesen Anstieg sind teure Reformen, erklären zumindest die Krankenkassen. Besonders ärgern sich die Krankenkassen darüber, dass die Arbeitgeber verschont bleiben. Auch die Ersatzkassen rechnen mit stetig steigenden Beitragssätzen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent in 2016?

Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben geht immer weiter auseinander, so die Argumentation der Ersatzkassen. Hinzu kommen noch die finanziellen Belastungen aus Reformpaketen. Wenn sich daran nichts ändert, wird der Zusatzbeitrag wohl im kommenden Jahr auf 1,7 Prozent steigen.

Da der Arbeitgeberbeitrag eingefroren ist, gehen zukünftige Beitragserhöhungen auf Kosten der Arbeitnehmer. Seit Beginn dieses Jahres beträgt der allgemeine Beitragssatz 14,6 Prozent. Allerdings erheben fast alle Krankenkassen Zusatzbeiträge, die von den Versicherten allein getragen werden müssen.

Zusatzbeitrag bei 0,9 Prozent

Die Höhe des Zusatzbeitrages darf jede Krankenkasse selbst bestimmen. 51 der 123 Krankenkassen in Deutschland verlangen derzeitig einen Beitragssatz von 0,9 Prozent vom Bruttolohn. Somit ändert sich für 32 der 53 Millionen gesetzlich Versicherten erst einmal nichts. Denn vor 2014 betrug der Beitragssatz ja auch 15,5 Prozent.

17 weitere gesetzliche Krankenkassen erhoben einen Zusatzbeitrag von 0,8 Prozent. Diese 14 Millionen Versicherten sparen also 0,1 Prozent. 48, meist kleinere oder regionale Krankenkassen nehmen weniger als 0,8 Prozent Zusatzbeitrag oder verzichten komplett auf ihn. Sieben Krankenkassen müssen sogar mehr als 0,9 Prozent Zusatzbeitrag verlangen.

Finanzreserven aus Gesundheitsfond ausschütten

Um die anstehenden Kosten für die kommenden Reformen zu senken, schlugen die Ersatzkassen vor, einen Teil der Finanzreserven aus dem Gesundheitsfond an die gesetzlichen Krankenkassen auszuschütten. Solange der Arbeitgeberanteil eingefroren bleibt, sollte dies ein Muss sein, um die Arbeitnehmer nicht zu sehr zu belasten, so die Ersatzkassen.

Zu diesem Zweck sollte die gesetzliche Reserve im Gesundheitsfond auf ungefähr 35 Prozent einer Monatsausgabe begrenzt werden. Dies sind umgerechnet immerhin sechs Milliarden Euro. Der restliche Überschuss in Höhe von vier Milliarden Euro würde entsprechend der Finanzwirkungen der Gesetze an die Krankenkassen verteilt.

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