Zusatzbeitrag 2015: Barmer GEK, AOK Niedersachsen und AOK Hessen verkünden Beitragssätze

Z

Heute haben drei weitere gesetzliche Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag beschlossen. Heute waren die Barmer GEK, die AOK Hessen und Niedersachsen an der Reihe. Doch große Überraschungen blieben bei den Beitragssätzen aus.

Das Spiel mit den Zusatzbeiträgen bei den gesetzlichen Krankenkassen geht munter weiter. Der Dezember neigt sich langsam dem Ende, somit müssen auch die letzten Krankenkassen ihre Beitragssätze bekannt geben, ob sie wollen oder nicht. Heute hat auch die ehemalige größte Krankenkassen, Barmer GEK und die beiden Allgemeinen Ortskrankenkassen der Bundesländer Niedersachen und Hessen ihre neuen Beitragssätze bekannt geben.

Die größte Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse hatte schon vor einigen Tagen als erster der großen Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge veröffentlicht. Hier wird der Beitragssatz bei 15,4 Prozent liegen. Somit werden die Versicherten 0,1 Prozent sparen. Mit Spannung wurde nun der Beitragssatz von der Barmer GEK erwartet.

AOK Niedersachsen etwas günstiger

Im Vorfeld war eigentlich schon klar, dass Versicherte hier mit keinem geringen Zusatzbeitrag rechnen dürfen. Sie wurden am heutigen Nachmittag auch nicht enttäuscht. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wird der Beitragssatz im kommenden Jahr bei 15,5 Prozent liegen, also so wie in diesem Jahr auch.

Genauso sieht es auch bei der AOK Hessen aus. Ein wenig günstiger wird es bei der AOK Niedersachen. Hier wird der Zusatzbeitrag bei 15,4 Prozent liegen. Doch warum der Zusatzbeitrag? In dem letzten Wochen und Monaten hatten die Krankenkassen Milliardengewinne eingefahren.

Kostensteigerung von über 18 Millionen Euro erwartet

Das Argument der Krankenkassen: Im kommenden Jahr werden Kostensteigerungen in Höhe von 18,5 Millionen Euro erwartet. Zudem fehlen den Krankenkassen elf Milliarden Euro, da der Sonderzuschlag von 0,9 Prozent wegfällt. Daher schlagen viele Krankenkassen diesen gleich als Zusatzbeitrag wieder drauf.

Zwar erheben zwei gesetzliche Krankenkassen keinen Zusatzbeitrag, allerdings sind diese Krankenkassen regionale Anbieter und nicht jeder Bundesbürger kann sich dort versichern. Der günstigste bundesweite Anbieter ist mit 15 Prozent die HKK. Besonders günstig sind auch Krankenkassen im Osten, die AOK Sachsen- Anhalt und die AOK Plus haben im kommenden Jahr einen Beitragssatz von 14,9 Prozent.

Zusatzbeitrag wird weiter steigen

Durch den Zusatzbeitrag haben die gesetzlich Versicherten ein Sonderkündigungsrecht und können binnen von zwei Monaten zum Monatsende zu einer anderen Krankenkasse wechseln. Allerdings sollten Versicherte nicht nur auf das Geld, sondern auch auf die Leistungen schauen.

Doch wer glaubt der Beitragssatz wird in den kommenden Jahren stabil bleiben, ist mächtig auf dem Holzweg, Experten gehen davon aus, dass der Zusatzbeitrag pro Jahr etwa um 0,25 Prozent steigen wird, somit hätten wir im Jahr 2016 bereits einen Beitragssatz von 16 Prozent. Zudem werden auch die Prämien wegfallen, was die Krankenversicherung noch teurer macht.

Über den Autor

Matthias Thomgu

Hallo, ich bin Matthias Thomgu und bin hier für das Thema Krankenversicherung und Forschung zuständig. Bei Fragen zu meinen Artikeln dürfen sie mir gern eine Mail schreiben, welche ich so schnell wie möglich beantworten werde.

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News