WHO: Millionen Tote jedes Jahr durch ungesunde Lebensweise

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Immer mehr Menschen auf der Welt sterben viel zu früh wegen ihrer ungesunden Lebensweise. Die meisten Toten haben Entwicklungs- und Schwellenländer zu beklagen. Schon mit ein bis drei Dollar pro Kopf könnten aber Millionen Menschenleben gerettet werden. Einen guten Anfang hat die Türkei gemacht.

Vor allem in der westlichen Welt legt die Bevölkerung eine ungesunde Lebensweise an den Tag, dass das nicht ohne Folgen bleibt sollte jedem bewusst sein. Jedes Jahr sterben 16 Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen von falscher Ernährung, Alkoholgenuss und Tabakkonsum und das nicht nur in den westlichen Ländern sondern auf der ganzen Welt.

Viele Todesopfer unter 70

Das ist das Ergebnis einer Studie die von der Weltgesundheitsorganisation WHO in Auftrag gegeben wurde. Außerdem warnte die WHO in einem aktuellen Bericht zufolge vor einer langsam fortschreitenden Katastrophe für die öffentliche Gesundheit. Die so genannten Lifestyle- Krankheiten sind auch die Ursache für eine weitaus größere Bedrohung der Volksgesundheit als jede andere der Menschheit bekannte Epidemie.

Nicht ansteckende Krankheiten, wie Diabetes, Lungenkrankheiten, Herz- Kreislauf- Erkrankungen und eine Reihe von Krebserkrankungen führten im Jahr 2012 zu 38 Millionen Todesfällen weltweit. 16 Millionen von ihnen waren sogar unter 70 Jahre alt, wie die WHO in ihrem Bericht weiter betonte.

Viele sterben viel zu früh

Viele der Opfer sterben bereits im Alter von 30 bis 60 Jahren und nicht mit 80 oder 90, wie sie es eigentlich sollten. Die Ursache dafür, sind die ungesunden Lebensweisen, wie Rauchen, Alkohol oder falsche Ernährung. So konsumieren Menschen weltweit zu viel Fett, zu viel Zucker und zu viel Salz, so die WHO weiter.

So sterben jedes Jahr etwa sechs Millionen Menschen vorzeitig durch Tabakkonsum, etwa 3,3 Millionen Menschen sterben vorzeitig an Alkoholmissbrauch, 3,2 Millionen Menschen sterben vorzeitig, weil sie sich nicht ausreichend bewegen und 1,7 Millionen Menschen weil sie während ihrer Lebzeiten zu viel Salz konsumierten.

Millionen Menschenleben könnten gerettet werden

Auch Kinder leiden unter der falschen Ernährung, so sind auf der ganzen Welt heute schon 42 Millionen Kinder unter fünf Jahren fettleibig und mehr als 80 Prozent der Jugendlichen leiden unter Bewegungsmangel. Die meisten Todesopfer, nämlich 82 Prozent, leben der WHO zufolge in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Doch in den meisten Fällen könnte mit wenig Geld viel gegen nichtansteckende Krankheiten getan werden.

So könnten Millionen Menschen in den kommenden Jahren gerettet werden. Dafür wären nur ein bis drei Dollar pro Kopf nötig, was insgesamt 11 Milliarden Dollar bzw. knapp 10 Milliarden Euro wären. Dieses Geld könnte dann für eine gesündere Ernährung ausgegeben werden.

Todesfälle um 25 Prozent senken

Ein gutes Beispiel ist die Türkei, hier hat der Anteil der Raucher um mehr als 13 Prozent seit dem Jahr 2008 abgenommen, weil ein Werbeverbot für Tabakwaren ausgesprochen wurde. Zudem befinden sich Warnhinweise auf den Packungen und zudem wurden die Steuern auf diese Produkte stark erhöht.

Doch viele Länder könnten das Ziel der WHO verfehlen bis zum Jahr 2015 ähnliche Schritte in die Wege zu leiten. Bis zum Jahr 2015 soll die Anzahl der Toten infolge von nichtansteckenden Krankheiten um mindestens 25 Prozent gesenkt werden.

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Marion Star

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