WHO: Lebenserwartung steigt weltweit immer weiter an

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Ein Mensch auf der Erde wird im Durchschnitt zurzeit etwa 71,4 Jahre alt. Das sind gut fünf Jahre mehr als noch vor 15 Jahren. Dennoch gibt es regionale Unterschiede, so leben die Frauen in Japan am längsten, die ältesten Männer leben in der Schweiz, wie die WHO in einem Bericht mitteilte.

Der medizinische Fortschritt hinterlässt seine Spuren, ob dies immer positiv ist, darf von jedem selbst beantwortet werden. So werden die Menschen nicht nur in Deutschland, sondern auch auf der ganzen Welt immer älter, das teilte jetzt die Weltgesundheitsorganisation WHO in einem aktuellen Bericht vom Freitag dieser Woche mit.

Dem Bericht der WHO zufolge ist die Lebenserwartung weltweit deutlich angestiegen. In den letzten 15 Jahren ist sie demnach um genau fünf Jahre angestiegen. Das Durchschnittsalter eines Menschen auf der Erde beträgt jetzt somit 71,4 Jahre. Aber wie sich natürlich jeder denken kann, gibt es hier deutliche regionale Unterschiede.

Älteste Menschen leben in Japan und der Schweiz

So ist die Lebenserwartung in den reichen westlichen Ländern deutlich höher als zum Beispiel die Lebenserwartung in ärmeren Ländern südlich der Sahara. So werden die Menschen in den 29 wohlhabenden westlichen Länder im Durchschnitt etwa 80 Jahre, in den 22 ärmeren Ländern südlich der Sahara liegt die Lebenserwartung bei nicht einmal 60 Jahren, so die WHO weiter.

Am ältesten werden die Frauen zum Beispiel in dem Land Japan: Hier liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen bei 86,6 Jahren. Die ältesten Männer leben im Durchschnitt in der Schweiz: Männer werden hier 81,3 Jahre alt. Die geringste Lebenserwartung haben Männer und Frauen in dem westafrikanischen Land Sierra Leone.

Größter Sprung in Afrika

Frauen werden in diesem Land im Durchschnitt gerade einmal 50,8 Jahre alt, Männer schaffen es im Durchschnitt nicht einmal auf 50 Jahre und werden der Weltgesundheitsorganisation zufolge 49,3 Jahre alt. Trotzdem gibt es auch eine gute Nachricht für die Menschen in den afrikanischen Regionen: Zwar werden die Menschen hier im Schnitt nur 60 Jahre alt, aber das sind über neun Jahre mehr als noch vor 15 Jahren.

In dieser Region stieg die Lebenserwartung demnach am stärksten. Dies liegt an der besseren Bekämpfung von Malaria. Zudem ist es gelungen gegen die Ausbreitung von HIV vorzugehen. Dennoch gibt es in diesen Regionen noch viel zu tun. Zwar zahlen sich Forschung und Entwicklung in diesen Ländern aus, dennoch kommen nur zwei Ärzte auf 10.000 Einwohner. In Europa sind es 16-mal so viele.

Deutsche auf Platz 18

Sicher wird sich der ein oder andere Fragen, was ist mit den Deutschen? Im Vergleich zu den anderen westlichen Ländern kommen die Deutschen eher schlecht weg. Demnach belegt Deutschland in der Liste der reichen westlichen Ländern bei der Lebenserwartung gerade Mal Platz 18.

Allerdings liegt Deutschland damit noch im oberen Drittel. Männer und Frauen werden demnach im Durchschnitt mit 81 Jahren fast genauso alt. In Europa leben Schweizer und Spanier am längsten. Gefolgt von Italien und Island. Hinter den Deutschen liegen lediglich nur noch die Griechen und Slowenen, obwohl die Griechen genauso alt werden wie die Deutschen.

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Frank Müller

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