WHO: immer mehr fettleibige Kinder

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Es ist ja schon lange kein Geheimnis mehr, dass Deutschland zu dick ist. Weit über 50 Prozent der Deutschen sind übergewichtig oder fettleibig. Doch nun schlägt das Übergewicht auch immer mehr bei Kindern zu. So war vor gut 40 Jahren ein Prozent aller Kinder fettleibig. In der heutigen Zeit sind schon sechs Prozent der Mädchen und acht Prozent der Jungen.
Wissenschaftler befürchten, dass dies erst der Anfang sein könnte. So hat sich die Zahl der fettleibigen Kinder und Jugendlichen in den letzten 40 Jahren verzehnfacht. So litten im Jahr 1976 elf Millionen Kinder und Jugendlich zwischen 5 und 19 Jahren auf der Welt unter einem zu hohen Gewicht.

Im letzten Jahr waren es dann schon 124 Millionen Kinder, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt. Weitere 213 Millionen Kinder und Jugendliche leiden unter Übergewicht. In den westlichen Ländern stieg die Zahl der zu dicken Kinder und Jugendlichen nicht weiter an, verharrt aber weiterhin auf einem viel zu hohen Niveau.

Auch Deutschland ist keine Ausnahme

Alarmierend sei vor allem der Anstieg in ärmeren Ländern und Ländern mit mittleren Einkommen. Unter diesen Ländern befinden sich die bevölkerungsreichsten Länder wie China und Indien. Vor allem Werbung für ungesunde Sancks, hohe Preise für gesunde Lebensmittel und zu wenig Bewegung hätten dazu beigetragen, dass wir heute zu viele übergewichtige Kinder und Jugendliche haben, so die Forscher.

Auch Deutschland folgt dem Trend. Waren 1975 noch drei Prozent der Kinder und Jugendlichen fettleibig, so waren es im letzten Jahr gut sieben Prozent der Mädchen und elf Prozent der Jungen. Zwar bewegen sich die Kinder in Deutschland im Mittel wieder etwas mehr, doch die Schere zwischen Kinder die topfit sind und solchen die gar nichts tun, geht immer weiter auseinander.

Steuern auf ungesunde Lebensmittel gefordert

Zudem gibt es immer mehr motorisch auffällige Kinder. Die WHO gibt Empfehlungen wie man dem entgegenwirken kann: So müssten Mütter mindestens sechs Monate ausschließlich stillen, Familien müssen mehr auf gesunde Ernährung achten, Kantinen müssen gesünderes Essen anbieten und es sollten mehr Sportmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden.

Auch der Kampf gegen das Rauchen habe gezeigt, dass auch Steuern auf ungesunde Lebensmittel erfolgreich sein können. Wer heute mit 60 Jahren fettleibig ist, hat in einem Alter von 20 Jahren zugenommen, so die WHO weiter. Doch die heutige Generation muss ihr ganzes Leben mit Übergewicht kämpfen.

USA und Australien weit vorne

Und je länger man ein zu hohes Gewicht mit sich rumträgt, umso höher auch die Wahrscheinlichkeit eine Folgekrankheit zu bekommen. So geht Fettleibigkeit mit einem höheren Risiko für Diabetes, Krebs oder Schlaganfälle einher. Bei Kindern kommt noch Mobbing in der Schule und im Jugendalter Ausgrenzung hinzu.

Die Kosten für Interventionsprogramme seien deutlich günstiger als die Behandlung von Folgekrankheiten. Übergewicht und Fettleibigkeit hängt gerade bei Kindern und Jugendlichen von Alter, Geschlecht und Weltregion ab. Den höchsten Anteil von fettleibigen Kindern und Jugendlichen fanden die Wissenschaftler in der Südsee sowie in den USA und Australien.

Fettleibigkeit hat sich verdoppelt

Auch die Gesamtbevölkerung der Erde wird immer dicker: So hat sich die Verbreitung von Fettleibigkeit zwischen den Jahren 1980 und 2014 mehr als verdoppelt. Für die Einordnung wird BMI- Wert zu Grunde gelegt. Bis zu einem BMI von 25 gilt man als normal, zwischen 25 und 30 als übergewichtig und alles darüber gilt man als fettleibig.

Für die aktuelle Studie haben die Wissenschaftler Gewicht und Größe von mehr als 130 Millionen Menschen analysiert. 31,5 Millionen von ihnen waren zwischen fünf und 19 Jahre alt. Zwar geht die Zahl nur langsam zurück. Doch weiterhin gilt, wenn der Trend weiter anhält gibt es in fünf Jahren mehr fettleibige Kinder als Kinder mit Untergewicht.

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Ronny Richert

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