Welt- Nichtrauchertag: Immer weniger Raucher in Deutschland

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In Deutschland greifen immer weniger Menschen zur Zigarette. Das liegt in erster Linie daran, dass Zigaretten in Deutschland immer teurer werden und die Rauchverbote und die Schockbilder bei vielen Raucher Wirkung zeigen. Dennoch rauchen in Deutschland noch 27 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren.

Heute ist es mal wieder soweit, heute ist wieder Weltnichtrauchertag. Mittlerweile scheint es bei vielen Deutschen angekommen zu sein, dass Rauchen schädlich ist, denn immer weniger Menschen hierzulande greifen zum Glimmstängel. Doch viel erschreckender ist, dass immer mehr junge Menschen zu der E- Zigarette greifen, weil sie denken, diese wäre gesünder.

Viel zum Rückgang der Raucher haben die Rauchverbote, Steuererhöhungen und Schockbilder beigetragen. Außerdem gilt mittlerweile ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Raucher immer weiter abnimmt. In den letzten 15 Jahren hat sich zudem der Absatz in Deutschland im legalen Bereich von 160 Milliarden auf gut 80 Milliarden halbiert.

Umsatz der Branche steigt weiter an

Pro Jahr rechnen Experten mit einem weiteren Rückgang von etwa ein bis zwei Prozent. Laut einer aktuellen Umfrage des statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013 hat sich die Zahl der Nichtraucher im Gegensatz zum Jahr 2009 um vier Prozent erhöht. So sind inzwischen 75 Prozent der Deutschen über 15 Jahren Nichtraucher.

Das deutsche Krebsforschungszentrum verweist außerdem darauf, dass nur jeder zehnte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren regelmäßig zur Zigarette greift. Zwischen den Jahren 1991 und 2015 ist der Umsatz der Branche jedoch von 15,9 auf 21,7 Milliarden Euro angestiegen, was an dem Preis pro Zigarette und der Tabaksteuer liegt. Gut drei Viertel des Preises machen Steuern aus.

Allein 3300 Todesopfer durch passiv rauchen

Wer täglich raucht spielt zudem mit seiner Gesundheit, so steigt das Risiko an Krebs, Diabetes, Atemwegs- oder Herz- Kreislauf- Leiden zu erkranken. Die WHO geht davon aus, dass jährlich etwa sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens sterben. In 15 Jahren könnten es schon acht Millionen Menschen sein.

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 3300 Menschen allein nur durch passiv rauchen. Wie die deutsche Krebshilfe mitteilte sterben durch das Rauchen mehr Menschen als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen: Jedes Jahr sterben etwa 121.000 Menschen durch aktives rauchen.

33 Milliarden Euro Belastung für das Gesundheitssystem

Auch kosten die Raucher dem Gesundheitssystem jedes Jahr mehr als 33 Milliarden Euro. Das sind nicht nur Kosten für medizinische Untersuchungen, Pflege und Reha, sondern auch weitere Faktoren wie nicht geleistete Arbeit, Frührente und nichtgeleistete Arbeit durch Zigarettenpausen.

Auch die E- Zigarette ist keine wirkliche Alternative zu der herkömmlichen Zigarette. Zu dieser greifen in erster Linie Ex- Raucher. Hier wird eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft und nicht verbrannt. Mittlerweile soll es auch 2,5 Millionen Menschen geben die regelmäßig zur E- Zigarette greifen.

Griechen rauchen am meisten

Experten sehen die E- Zigarette als Einstiegsdroge: Sie ist auf keinen Fall gesund, allerdings nicht ganz so schädlich wie die herkömmliche Zigarette. Leider gibt es bis heute noch keinen wirklichen Studien dazu wie schädlich die E- Zigarette wirklich ist.

In Europa greifen die Griechen mit 38 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren am häufigsten zur Zigarette. Gefolgt von Frankreich, Spanien und Polen. Deutschland folgt auf Platz fünf mit 27 Prozent. Am wenigsten wird mit 11 Prozent der Bevölkerung in Schweden geraucht.

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Frank Müller

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