Welt- Aids- Tag: Zehntausende neue HIV-Infektionen allein in Europa

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Immer noch stecken sich in Europa zu viele Menschen mit Aids an. Laut einem Bericht der WHO gab es allein im vergangenen Jahr 136.000 Neuansteckungen in Europa inklusive Russland. Dabei könnte die Krankheit in 15 Jahren ausgerottet sein, wenn die Länder die geforderten Mittel bereitstellen würden.

Am Montag ist der 1. Dezember und auch in diesem Jahr steht dieses Datum wieder ganz im Zeichen eines der tödlichsten Viren, dass die Erde je gesehen hat. Die Rede ist von dem HI- Virus, das zu der Krankheit Aids führt.

Vor gut drei Jahrzehnten wurde das Virus zum ersten Mal entdeckt und noch heute stecken sich allein in Europa pro Jahr Zehntausende mit dem Virus an. Mehr als 35 Millionen Menschen weltweit leiden an der Krankheit und 1,5 Millionen Menschen verlieren jedes Jahr den Kampf gegen das aggressive Virus.

Allein im vergangenen Jahr wurden von den Ländern innerhalb Europas ein schließlich Russland gut 136.000 Neuinfektionen gemeldet. Dies geht aus einer Mitteilung des Europa- Büros der Weltgesundheitsorganisation WHO in Kopenhagen hervor.

15,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

80.000 der Neuansteckungen im vergangenen Jahr entfielen dem aktuellen Bericht zufolge auf Russland, dessen größter Teil allerdings schon auf dem Kontinent Asien liegt. Trotz größter Bemühungen um Prävention ist die mittlere Rate der Ansteckungen mit dem HI- Virus pro 100.000 Einwohnern in den letzten zehn Jahren leider nicht gesunken, heißt es in dem Bericht weiter.

Am geringsten ist die Ansteckungsrate in den wirtschaftlich starken Ländern innerhalb der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr lag sie hier bei 5,7 auf 100.000 Einwohner. Dies bedeutet, dass sich 5,7 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infizieren. Schaut man sich hingegen alle Länder inklusive Russland an, liegt die Rate hier bei 15,7 pro 100.000 Einwohnern.

1,5 Millionen Tote durch Aids pro Jahr

Somit bleiben Infektionen mit dem HI- Virus in Europa weiterhin ein großes Gesundheitsthema, betonen die Autoren des WHO- Berichts. Ähnlich wie bei den Infektionsraten gibt es auch bei den Übertragungswegen regionale Unterschiede. Insgesamt gesehen gibt es die meisten Ansteckungen zwischen homosexuellen Männern.

Doch nur in den wirtschaftlich starken Regionen Europas spielen Infektionen zwischen Männern eine große Rolle, in Osteuropa kommt es in erster Linie durch Drogenspritzen zu vielen Infektionen mit dem HI- Virus, heißt es in dem Bericht der WHO weiter. Nach Angaben der UN sterben jedes Jahr mindestens 1,5 Millionen Menschen an der Krankheit Aids.

Aids könnte in 15 Jahren besiegt werden

Nach aktuellen Schätzungen sind etwa 35 Millionen Menschen (Männer, Frauen und Kinder) mit dem hochgradig gefährlichen Virus infiziert. Dies gab das Anti- Aids- Programm der Vereinten Nationen am 19. November des laufenden Jahres bekannt.

Zudem gaben die Vereinten Nationen bekannt, dass sich die Krankheit Aids in den kommenden 15 Jahren besiegt lässt, wenn die Staaten die benötigten Mittel für Milliardenprogramme zur Eindämmung des Virus zur Verfügung stellen würden.

9300 Neuansteckungen pro Tag

Aids wurde am 1. Dezember des Jahres 1981 als eigenständige Krankheit anerkannt. Laut UNAIDS lebten im Jahr 2012 auf der ganzen Welt 35,4 Millionen HIV- positive Menschen. Im gleichen Jahr kam es auch zu 3,4 Millionen Neuinfektionen. Dies sind etwa 9300 Neuinfektionen pro Tag. Seit Ausbruch der Epidemie sind 36 Millionen Menschen an Aids gestorben.

Im Durchschnitt sind 0,8 Prozent der Weltbevölkerung im Alter von 15 bis 49 Jahren mit HIV infiziert. In einzelnen afrikanischen Staaten erreicht der Durchschnitt allerdings 25 Prozent. Durch die Behandlung mit neuen Aids- Medikamenten ist die Krankheit in Mitteleuropa allerdings zurückgegangen.

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Frank Müller

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