Weihnachtsservietten können krebserregend sein

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Der NDR und das NDR- Magazin „Markt“ hat zehn unterschiedliche Weihnachtsservietten etwas genauer unter die Lupe genommen und kam zu einem teilweise erschreckenden Ergebnis: Drei von zehn untersuchten Servietten wiesen krebserregender Stoffe auf, die bis zu vier Mal höher waren, als vom Bundesamt für Risikobewertung empfohlen. Besonders gefährlich sind Servietten mit Gelb- und Rottönen.

Weihnachten steht schon so gut wie vor der Tür. Zu Weihnachten soll ja auch alles schön Aussehen, dazu gehört auch die Tischdeko, diese umfasst auch Servietten. Doch bei Roten- und Orangen Servietten sollten Verbraucher vorsichtig sein. Einer aktuellen Untersuchung zufolge, die vom NDR in Auftrag gegeben wurde, sollen diese Servietten krebserregend sein.

Bei der Untersuchung der Servietten, die von namenhaften Herstellern stammten, wurden so genannte primäre aromatische Amine nachgewiesen. Durch die Druckfarbe können diese Stoffe auch in Servietten gelangen. Wegen ihrer chemischen Beschaffenheit sind vor allem Rot- und Gelbtöne sehr problematisch, heißt es in dem Untersuchungsbericht.

Servietten von KiK am gefährlichsten

Bei anderen Farben besteht diese Gefahr hingegen nicht. Nach geltenden Gesetz dürften diese Servietten eigentlich nicht in den freien Handel gelangen. Bei zehn Untersuchten Servietten überschritten immerhin drei Servietten den empfohlenen Grenzwert, der vom Bundesamt für Risikobewertung empfohlen wird.

Teilweise wurde der Grenzwert bis um das Vierfache überschritten, heißt es in dem aktuellen Bericht des NDR weiter. Der Grenzwert liegt den Angaben zufolge bei 10 Mikrogramm pro Kilogramm. Bei Servietten von KiK wurden allerdings 46 Mikrogramm pro Kilogramm nachgewiesen. Bei Servietten von Woolworth waren es noch 28 Mikrogramm und bei Servietten von Tedi 24 Gramm.

Betroffene Servietten sollen aus dem handel entfernt werden

Die zum Teil krebserregenden Stoffe können dann zu einem Gesundheitsrisiko für Menschen werden, wenn sie durch Kontakt auf die Lebensmittel übergehen. Dies geschieht zum Beispiel wenn Lebensmittel wie Kekse in die Servietten eingewickelt werden. Das Bundesamt für Risikobewertung empfiehlt den Verbrauchern möglichst wenig mit diesen Substanzen in Berührung zu kommen.

Das NDR- Magazin „Markt“ konfrontierte die drei besagten Unternehmen mit den Testergebnissen. Diese kündigten in einer Pressemitteilung an, die betroffenen Servietten aus dem Handel zu nehmen.

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