Vogelgrippe Niedersachsen H5N8: Keine weiteren Verdachtsfälle

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Nun hat die Vogelgrippe die Hochburg des Geflügelhandels in Deutschland mit voller Wucht erwischt. In Niedersachsen mussten wegen dem aggressiven H5N8- Virus 120.000 Tiere getötet werden. Doch es gibt Grund zur Hoffnung: Auf den Nachbarhöfen konnte das Virus nicht nachgewiesen werden.

Die Vogelgrippe hält gerade das Bundesland Niedersachsen in Atem. Auf einen Geflügelhof in Niedersachsen war in den vergangenen Tagen die Vogelgrippe festgestellt. Nun wurden 60 Nachbarbetriebe auf den Erreger untersucht. Doch die Experten konnten keine weiteren Infektionen feststellen. Bis zum Wochenende sollten die Untersuchungen auf den benachbarten Höfen im Kreis Cloppenburg abgeschlossen sein.

Sollen keine weiteren Infektionen festgestellt werden, könnten noch am heutigen Abend die Transportbeschränkungen gelockert werden, immerhin handelt es sich mit Niedersachsen um eine der Hochburgen der Geflügelzucht. Niedersachsen ist mit 100 Millionen Stück Geflügel pro Jahr der wichtigste Produzent in Deutschland.

Auch Hunde und Katzen betroffen

Allein in Kreis Cloppenburg werden 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe wurde die Tötung von 120.000 Tieren angeordnet. Das gefährliche aus Ostasien stammende H5N8- Virus wurde zum ersten Mal im November dieses Jahres in Deutschland nachgewiesen. Im Ursprungsgebiet haben sich in der Zwischenzeit auch Hunde mit dem Virus infiziert.

Allerdings zeigten die Hunde keine Krankheitssymptome wie es weiter heißt. Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist in Deutschland auf keinen Fall ausgeschlossen. Dass sich das H5N8- Virus allerdings einen menschlichen Wirt sucht, ist höchst unwahrscheinlich, betonte auch die Gesellschaft für Virologie am Donnerstag. Allerdings ist diese Möglichkeit auch nicht komplett auszuschließen.

Übertragungsweg nicht 100 prozentig schlüssig

Daher sollte der Kontakt von Hunden und Katzen mit Hühnern und Puten und vor allem mit Wildvögeln so gut wie nur irgend möglich unterbunden werden. Der Virus hatte sich in der Vergangenheit besonders in Asien ausgebreitet. Zu Beginn war das H5N8- Virus nur in Südkorea zu finden, wenig später auch in den Nachbarländern China, Vietnam und Japan.

Im November dieses Jahres tauchte das H5N8- Virus dann zum ersten Mal in Europa auf. Betroffen war damals ein Putenhof in dem norddeutschen Bundesland Mecklenburg- Vorpommern. Wenig später bahnte sich das Virus seinen Weg über Niederlande in das Vereinigte Königreich. Die Übertragung erfolgt dabei wohl über Zugvögel, wie Experten betonen, doch als 100 prozentig sicher gilt das nicht.

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Frank Müller

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