Syphilis – Eine Krankheit feiert Wiederauferstehung in Deutschland

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Die Krankheit Syphilis feiert ihren Wiedereinzug in Deutschland. Dabei galt die Krankheit schon als fast ausgerottet, durch die ausreichende Menge von Antibiotika. Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr als 5000 Neu- Ansteckungen. Die Krankheit sollte zudem nicht unterschätzt werden, sie kann bis zur Zerstörung des zentralen Nervensystems führen.

Die Krankheit Syphilis galt in Deutschland schon als fast ausgerottet, doch seit einigen Jahren steigen die Zahl der Erkrankten wieder an, allein im vergangenen Jahr waren es mehr als 5000 Fälle, wie das Berliner Robert- Koch- Institut bestätigte. Im Jahr zuvor waren es gut 4400 Fälle und im Jahr davor noch 3700 Fälle. Mediziner raten daher verstärkt auf die Symptome der Krankheit zu achten, denn frühzeitig erkannt ist so gut behandel- und heilbar.

Syphilis wird in erster Linie bei ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Besonders oft stecken sich Männer mit dieser unbeliebten Krankheit an, 94 Prozent der Neudiagnosen betrafen im letzten Jahr Männer. Besonders häufig traf es homosexuelle Männer. Eine mögliche Ursache könnte aber auch sein, dass heute öfter getestet wird und das die Diagnosen in einem früheren Stadium gestellt werden als noch vor einigen Jahren.

Ersten beiden Stadien treten schnell auf

Früher wurde die Krankheit Syphilis auch gern abwertend als Lustseuche bezeichnet, die durch ungeschützten Sex und Blutkontakte übertragen werden kann. Aber auch eine schwangere Frau kann die Krankheit auf ihr Kind übertragen. Die Krankheit läuft im Normalfall in drei Stadien ab, zu Beginn bleibt die Krankheit sehr oft von den Betroffen unbemerkt.

Nach frühestens neun und spätestens 90 Tagen bildet sich ein schmerzloses Geschwür an der Eintrittsstelle des Erregers, dass binnen von zwei Wochen von allein wieder abheilt. Nach ungefähr zwei Monaten hat sich der Erreger dann im Körper gut verbreitet. Hier kommt es meistens dann zu einem Ausschlag auf der Haut. Besonders betroffen sind dabei Rumpf, Handflächen und Fußsohlen.

Schäden an Blutgefäßen, Herz und Gehirn möglich

In gut 30 Prozent der Fälle heilt Syphilis in diesem Stadium wieder von alleine ab. Heilt die Krankheit allerdings nicht von alleine ab, vergehen manchmal Jahre bis Jahrzehnte bis das dritte Stadium der Krankheit erreicht wird. Das dritte Stadium ist vor allem durch Flecken oder Knoten auf der Haut und Geschwüre gekennzeichnet.

Die Krankheit sollte zudem nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn die Krankheit kann auch zu Schäden an Blutgefäßen, Herzklappen oder am Gehirn führen. Aber selbst in diesem Stadium lassen sich die Bakterien noch abtöten, durch eine zweiwöchige Behandlung mit Penicillin. Die aufgetretenen Schäden an Blutgefäßen und am Nervensystem lassen sich aber nicht wieder rückgängig machen.

Krankheit kann auch chronisch verlaufen

Wird die Krankheit Syphilis allerdings in einem frühen Stadium erkannt, reicht eine einzige Injektion um die Krankheit zu beseitigen. Der beste Schutz vor einer Ansteckung während des Geschlechtsverkehrs sind Kondome. Allerdings ist dieser Schutz auch nicht 100 prozentig.

Das Erscheinungsbild der Krankheit ist zudem sehr vielfältig und bei einigen Betroffenen kann es zu einem chronischen Verlauf kommen, der durch einen vielfältigen Organ- und Hautbefall gekennzeichnet ist. Im Endstadium der Krankheit kommt es zur Zerstörung des zentralen Nervensystems.

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Marion Star

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