Studie: Weichmacher können Kinder schon im Mutterleib schädigen

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Einer neuen US- Studie zufolge haben Kinder einen niedrigen IQ, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft Weichmachern ausgesetzt waren. Im Schnitt war der IQ gut sechs Punkte niedriger als in der Vergleichsgruppe. Hier waren die Mütter nur selten Weichmachern ausgesetzt.

Das Weichmacher nicht gerade gesund sind für den Menschen sollte in der Zwischenzeit auch schon der Letzte mitbekommen haben. Doch neu ist, dass sich Weichmacher auf die Intelligenz der Kinder auswirken kann, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Weichmachern ausgesetzt war, zumindest kommt eine US- Studie zu diesem Schluss.

Im Schnitt sechs Punkte weniger

Zumindest bei häufigen Kontakt mit Weichmachern kann die Intelligenz des Kindes darunter leiden, schreiben die US- Forscher in ihrem aktuellen Bericht. Die Wissenschaftler untersuchten im Rahmen ihrer Studie Schulkinder, deren Mütter in der Schwangerschaft im hohen Maße Weichmachern ausgesetzt waren. Diese Kinder wiesen einen sechs Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten auf.

Zumindest im Gegensatz zu den Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft gar nicht oder nur selten zu Produkten mit Weichmachern griffen, wie zum Beispiel sämtliche Plastikprodukte oder Kosmetika. Die US- Forscher legten den schwangeren Frauen nahe, möglichst komplett auf Weichmacher zu verzichten.

Entwicklungsphase im Mutterleib besonders wichtig für das menschliche Gehirn

Allerdings ist das in der Praxis leichter gesagt als getan, denn schwangere Frauen sind in den USA fast täglich den gefährlichen Weichmachern ausgesetzt. Zwar gibt es Beschränkungen für Weichmacher in Kinderspielzeug, doch Regelungen für Schwangere fehlen bis heute in den USA komplett, geben die Wissenschaftler in ihrem Bericht zu bedenken.

Dabei ist die Entwicklungsphase im Leib der Mutter eine der wichtigsten für das menschliche Gehirn, so die Forscher in ihrem Bericht weiter. Die gefährlichen Weichmacher befinden sich in erster Linie in Produkten wie zum Beispiel Raumsprays, PVC, Verpackungen für Mikrowellen- Fertiggerichten und in vielen Recycling- Produkten aus Plastik.

Bis 7,6 Punkte niedriger IQ

Die Studie ist zudem die erste Ihrer Art, sie zeigt zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen Weichmachern und den IQ- Ausprägungen von Schulkindern im Alter von sieben Jahren auf. Waren die Mütter stärker Weichmachern ausgesetzt, wiesen die Kinder eine höhere Konzentration von DnBp- und DiBP- Weichmachern im Körper auf.

Die Kinder hatten je nach Weichmacher im Durchschnitt einen 6,6 bzw. 7,6 Punkte niedrigeren IQ, als die Kinder aus der Vergleichsgruppe, deren Mütter nur selten Weichmachern ausgesetzt waren. Einbezogen in die Studie wurden auch die IQ- Werte der Mütter, deren schulische Bildung und die Umweltbedingungen der Familienwohnorte.

Über den Autor

Matthias Thomgu

Hallo, ich bin Matthias Thomgu und bin hier für das Thema Krankenversicherung und Forschung zuständig. Bei Fragen zu meinen Artikeln dürfen sie mir gern eine Mail schreiben, welche ich so schnell wie möglich beantworten werde.

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