Studie: Masern- Impfung schützt auch vor anderen Krankheiten

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So langsam aber sicher dürften den Impfgegnern der Masern- Schutzimpfung die Argumente ausgehen. Denn in einer aktuellen Studie wiesen Wissenschaftler nach, dass die Impfung gegen Masern auch vor anderen Krankheiten schützt und Kinder so weniger anfälliger für Krankheiten macht.

Vor einiger Zeit kam es zu dem schwersten Masernausbruch seit lagen im Großraum Berlin. Hunderte Menschen erkrankten an dem angeblich so harmlosen Virus, wie ihn Impfgegner immer wieder gern nennen. Ein Kleinkind starb sogar an der Masernerkrankung. Auch Mediziner warnen immer wieder, dass die Maser- Erkrankung zu ernsten Komplikationen führen kann.

Aus diesem Grund empfehlen Mediziner immer wieder die Schutzimpfung. Zudem konnte eine Studie jetzt auch nachweisen, dass die Masern- Schutzimpfung auch vor anderen Krankheiten schützen kann. Vorangegangene Studien hätten zudem gezeigt, dass das Masernvirus das menschliche Immunsystem nachhaltig schwächt.

Immun- Amnesie durch Masern- Erkrankung

Die Ursache hierfür könnte sein, dass wichtige Immunzellen, die Lymphozyten, nach einer Masern- Infektion zwar auf die Bekämpfung des Masernvirus eingestellt sind, bei der Abwehr anderer Keime allerdings fehlen. Durch die Masern- Erkrankung kommt es zu einer Art Immun- Amnesie, was die Betroffenen anfälliger für andere Krankheiten macht.

Die Wissenschaftler prüften in ihrer Studie wie lange sich dieser Effekt nachweisen lässt. Dafür untersuchten die Forscher Gesundheitsdaten aus Dänemark, USA, England und Wales vor und nach Einführung der Masernschutzimpfung. Durch die Einführung der Masernschutzimpfung vor gut 50 Jahren kam es zu einer Abmahne der Kindersterblichkeit.

Masern sind hochansteckend

Der Effekt war auch deutlich größer als im Vorfeld angenommen. Mit der Verhinderung von Masern- Erkrankungen ließ sich dieser Effekt allerdings nicht erklären. Die Auswertung der Daten ergab letztendlich, dass das Vorkommen von anderen Krankheiten, eng an das Auftreten von Masern- Erkrankungen gekoppelt war. Dieser Effekt war mehrere Jahre nachweisbar.

Somit führt die Impfung gegen Masern nicht nur zu einer Herdenimmunität gegenüber diesem Virus, sondern auch gegenüber anderen Krankheiten, so die Forscher ihrem Bericht. Die Masern- Viren sind jedoch weltweit verbreitet und zudem auch noch hochansteckend. Menschen infizieren sich, wenn sie infektiöse Tröpfchen einatmen, zum Beispiel wenn ein Erkrankter in der Nähe hustet oder niest.

WHO will Masern bis 2020 ausrotten

Circa zehn Tage später beginnt die Krankheit dann auszubrechen. Erste Symptome sind Fieber, Husten, Schnupfen oder auch Bindehautentzündung. Also ähneln diese Symptome auch einer Grippe. Wenig später erscheinen dann die typischen rot- braunen Flecken. Spätestens nach zwei Wochen klingen die Symptome dann wieder ab.

Es kann aber auch zu Komplikationen wie zum Beispiel Lungenentzündung, Durchfall oder gefürchteten Gehirnhautentzündung kommen. Die WHO hat sich kürzlich ein optimistisches Ziel in Zusammenhang mit den Masern- Erkrankungen gesetzt. So sollen die Masern bis spätestens 2020 auf der ganzen Welt ausgerottet sein.

1200 Infizierte in Berlin

Dafür ist in der Bevölkerung aber eine Immunität von mindestens 95 Prozent in jeder Altersgruppe notwendig. Laut dem Berliner Robert- Koch- Institut gibt es dabei in Deutschland seit Jahren kaum Fortschritte. Immer wieder kommt es regional zu größeren Ausbrüchen der Krankheit. Letzte Beispiel war die Bundeshauptstadt Berlin.

In Berlin wurden seit Oktober des vergangenen Jahres etwa 1200 Masern- Erkrankungen registriert. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in der Zwischenzeit aber relativ gering, von einem Ende des Ausbruchs kann aber dennoch bis heute nicht die Rede sein , wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Jeder vierte Erkrankte musste im Krankenhaus behandelt werden.

Über den Autor

Ronny Richert

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