Studie: Kiffen von einem Joint pro Tag schadet der Lunge nicht

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„Kiffen“ scheint doch nicht so schädlich zu sein, wie es immer angenommen wird. So haben US- amerikanische Wissenschaftler in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass der Konsum eines Joints pro Tag die Lunge nicht belastet. Ihre Ergebnisse haben sie in dem Fachjournal „Annals oft he American Thoracic Society veröffentlicht.

Cannabis wird als Drogen deklariert, dennoch findet es in der Medizin immer wieder Anwendung, besonders in der Schmerztherapie, weil der Körper es besser verträgt, als andere chemische Schmerzmittel. Dennoch herrscht ein Cannabis- Verbot in Deutschland. Doch mit der Legalisierung dürfte es unter Umständen nicht mehr lange dauern. Grund dazu liefert jetzt eine weitere Studie aus den USA.

Kiffen doch nicht so schädlich wie angenommen

So wollen US- amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass der regelmäßige Konsum von Cannabis in Form eines Joints die Lunge nicht belastet, zumindest wenn die Menge von einem Joint pro Tag nicht überschritten wird. Das fanden US- Forscher von der Emory University in Atlante heraus.

Somit steht diese aktuelle Studie im Gegensatz zu zahlreichen anderen Studien, die herausgefunden hatten dass sich Kiffen nicht gerade mit der Gesundheit verträgt. So kann der regelmäßige Konsum von Marihuana und Haschisch zur Herz- Kreislauf- Problemen oder Psychosen führen. Die neue Studie belegt allerdings, dass Kiffen die Lunge weitaus weniger belastet, als bis jetzt angenommen.

Lungenfunktionen unverändert

Allerdings sollte dann die Menge von einem Joint pro Tag nicht überschritten werden. Im Rahmen der aktuellen Langzeitstudie haben die US- amerikanischen Wissenschaftler Gesundheitsdaten von den Testpersonen, die sich im Alter von 18 und 59 Jahren befanden, analysiert. In regelmäßigen Abständen führten die Wissenschaftler mit den Testpersonen Lungentests durch.

Dabei wurden die Probanden in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Seite musste pro Tag einen Joint konsumieren, die andere Gruppe verzichtete komplett auf das Kiffen. Das Ergebnis: Die Lungenfunktionen von den „Kiffern“ unterschieden sich nicht von denen die keinen Joint geraucht hatten.

Cannabis erst seit 1971 illegal

Cannabis war in Deutschland nicht immer so streng verboten wie heute. Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts war Cannabis, gewöhnlich in Form von alkoholischen Extrakten, ein leicht verfügbares Medikament. Im 19. Jahrhundert war es eines der meist verschriebenen Medikamente. Als illegal gilt Cannabis in Deutschland seit dem 24. Dezember 1971.

Dennoch hat der Cannabis- Konsum in Deutschland in den letzten Jahren deutlich zugenommen und das obwohl es noch immer verboten ist. So betonen Experten immer wieder, dass der Verbot von Cannabis keine Probleme gelöst, sondern viel mehr geschaffen hat. Daher suchen Experten nach anderen Lösungen. Allerdings möchte natürlich keiner dass die Jugend noch mehr kifft.

Über den Autor

Matthias Thomgu

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