Studie: Forscher finden die Lösung warum Chips und Schokolade süchtig machen

S

Oft wird Menschen unterstellt, die gern Chips und Süßes essen, sie hätten eine mangelnde Disziplin, weil sie immer gleich die ganze Tüte bzw. die ganze Tafel Schokolade verschlingen. Doch Wissenschaftler haben nun bewiesen, dass dies viel mehr an der Zusammensetzung der Lebensmittel liegt, als an mangelnder Disziplin oder Stress.

Wer kennt das nicht, man sitzt abends vor dem Fernseher und hat Appetit auf etwas Süßes oder Salziges. Also muss eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips her. Eigentlich will man ja nur ein paar Stücken Schokolade bzw. ein paar Chips essen. Doch meistens wird daraus nichts und Ruckzuck ist die Chipstüte leer.

Doch dies liegt nicht etwa an unserer mangelnden Disziplin sondern vielmehr an der Zusammensetzung bestimmter Snacks. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest jetzt eine aktuelle Studie. Denn Chips, Schokolade oder Kekse gehören zu den Lebensmitteln, von denen wir nur schwer die Finger lassen können.

Wissenschaftler finden Naschformel

Sie werden auch dann gern weiter konsumiert, wenn der Magen bereits ein Sättigungsgefühl vermeldet hat. Dass dies nicht immer etwas mit Stress, einem psychischen Problem oder mangelnder Disziplin zu tun hat, haben Wissenschaftler jetzt in einer aktuellen Studien bewiesen. Wie das Magazin „Spiegel Online“ berichtet haben die Wissenschaftler jetzt eine Art Naschformel vorgestellt.

Also eine bestimmte Zusammensetzung von Produkten, die dazu führt, dass wir nicht mit dem Essen aufhören können. Wie die Wissenschaftler erklären, ist es immer dann mit der Selbstkontrolle vorbei, wenn die Produkte zur Hälfte aus Kohlenhydraten und etwa einem Drittel aus Fett bestehen. Auf die Formel wurden die Wissenschaftler durch Versuchen mit Ratten aufmerksam.

50:35 ist der Schlüssel

Dafür ließen sie die Ratten ausgiebig fressen und setzten ihnen im Anschluss einige Snacks vor. Darunter waren gemahlene Kartoffelchips und Futtermischungen mit unterschiedlichen Anteilen aus Kohlenhydraten und Fett. Den größten Heißhunger zeigten die Tiere bei einer Zusammensetzung von 50:35.

Bei diesen Snacks legten die Tiere nicht nur überdurchschnittlich an Gewicht zu, sondern sie fraßen auch mehr als bei anderen Futtermischungen. Aus Sicherheit überprüften die Forscher im Anschluss, welche Futterkombinationen sowohl den Appetit als auch das Belohnungszentrum im Gehirn am meisten anregte. Auch hier war die Zusammensetzung von 50:35 der Gewinner.

Ergebnisse auf den Menschen übertragbar

Interessanter Wise basieren viele Snacks auf dieser Formel die wir uns gern mal nebenbei händeweise in den Mund schaufeln: Erdnussflips, Schokolade oder Nuss- Nugat- Creme. Damit haben die Forscher auch den Beweis erbracht, dass kalorienreiche Speisen nicht den Hunger anregen. Wichtiger für diesen Effekt ist vielmehr die Zusammensetzung der Speisen.

Die deutschen Forscher gehen außerdem davon aus, dass die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Sie planen derzeitig eine weitere Studie mit Menschen, die freiwillig Chips zu sich nehmen möchten. Die Forscher werden wohl keine Probleme haben solche Menschen in Deutschland zu finden.

Über den Autor

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News