Soziale Netzwerke: Lösen Facebook und Co Depressionen aus

S

Macht der Umgang mit sozialen Netzwerken wie Facebook depressiv? Genau zu diesem Ergebnis kam eine Studie aus den USA. Demnach haben intensive Nutzer von sozialen Netzwerken eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Depressionen zu erkranken, wie die Studie ergab. Allerdings kann es auch gut sein, dass depressiv veranlagte Menschen öfter zu sozialen Netzwerken greifen.

Ob Facebook, Instagram oder Twitter, soziale Netzwerke gibt es in der Zwischenzeit in Hülle und Fülle. Klar können diese Netzwerke auch sehr nützlich sein, um Kontakt mit Menschen zu pflegen, doch sind diese sozialen Netzwerke gut für unsere Gesundheit? Einer aktuellen Studie zufolge kann die Nutzung der sozialen Netzwerke zu Depressionen führen.

61 Minuten Pro Tag und 30 Mal pro Woche

Wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht betonen, hängt die Nutzung von sozialen Netzwerken oft mit der Häufigkeit von Depressionen zusammen. Das fanden US- amerikanische Psychologen heraus, als sie das Verhalten von 19 bis 32 Jahre alten Personen untersuchten. Insgesamt untersuchten die US- Wissenschaftler 1800 Personen.

Wie es in dem Bericht heißt, hielten sich diese Personen pro Tag im Schnitt 61 Minuten auf den Plattformen von sozialen Netzwerken auf. Dazu zählten neben Facebook und Instagram auch Youtube und Tumblr. Im Durchschnitt besuchten die Testpersonen diese Seiten 30 Mal pro Woche.

Bis zu 2,7 fach erhöhtes Risiko

Gut 25 Prozent der untersuchten Personen zeigten starken Anzeichen von Ängsten und Depressionen, wie die Auswertung von Fragebögen ergab, so die Wissenschaftler der Universität Pittsburgh in ihrem Bericht weiter. Dabei galt, je intensiver sie die Plattformen nutzen, desto eher neigten sie zu Depressionen.

Bei Probanden die am häufigsten auf sozialen Netzwerken unterwegs waren, war die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken um das 2,7 fache höher als bei den Probanden die am wenigsten diese Plattformen nutzen. Warum Nutzer von sozialen Netzwerken zu Depressionen neigen konnten die US- Forscher allerdings nicht erklären.

Greifen depressiv veranlagte Menschen eher zu Facebook und Co?

Es könnte aber auch gut sein, dass eine hohe Nutzung von Facebook und Co depressiv macht, als auch das zu Depressionen neigende Menschen eher zu sozialen Netzwerken wie Facebook greifen könnten. Zudem haben die Wissenschaftler in ihrer Studie auch nicht untersucht, was genau die jungen Frauen und Männer auf den sozialen Netzwerken genau gemacht haben.

So ergab die Untersuchung auch nicht, ob die Probanden eher aktiv oder passiv auf den sozialen Netzwerken kommunizierten. In Zukunft sind weitere Studien zu diesem Thema geplant, diese sollen dann auch genau klären, wie es zu den Depressionen im Umgang mit sozialen Netzwerken kommen kann. Dies soll zu einer besseren Empfehlung im Umgang mit sozialen Netzwerken führen.

Über den Autor

Frank Müller

Hallo mein Name ist Frank Müller und ich bin der Chefredakteur von blogbold.de

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News