Richtig Laufen: Die häufigsten Lauffehler

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Laufen ist eigentlich der einfachste Sport, denn er kann praktisch überall praktiziert werden, dennoch können beim Laufen, ähnlich wie bei anderen Sportarten leicht Fehler gemacht werden. Selbst erfahrenen Läufern unterlaufen hin und wieder Anfängerfehler. Wir haben für sie die häufigsten Trainingsfehler- und Irrtümer in diesem Artikel zusammengefasst.

  1. Mehr Training bedeutet auch gleichzeitig mehr Leistung
  2. An sich hört es sich nicht schlecht an, aber wer es mit seinem Lauftraining übertreibt oder sprunghaft seine Belastungsgrenze überschreitet, überfordert nicht nur sein Herz- Kreislauf- System, sondern auch Bänder, Knochen und Sehnen müssen sich erst an die neue Belastung gewöhnen. Aus diesem Grund sollte das Trainingspensum nur langsam gesteigert werden.

  3. Stammstrecken motivieren
  4. Zwar hat jeder Läufer seine Lieblingsstrecke, wogegen auch nichts einzuwenden ist. Jedoch birgt diese Strecke ein gewisses Risiko, besonders wer jedes Mal die Zeit auf seiner Lieblingsstrecke nimmt. Besonders diese Läufer wollen jedes Mal ein Stück schneller sein, um ihren Trainingsfortschritt zu dokumentieren. Angemessene Trainingsintensität wird dadurch allerdings überschritten.
    Zudem gewöhnt sich der Körper an die Belastungsanforderungen der Strecke. Aus diesem Grund werden sie bald bei dieser Methode an ihre Grenzen stoßen, besser ist es, bei den Strecken mehr zu variieren.

  5. Pausen ist was für Verlierer
  6. Hier könnte man schlicht die Weisheit anwenden: Qualität kommt von Quali und Übertraining von Unvernunft. Die Wirkung der Regeneration sollte beim Trainieren auf keinen Fall unterschätzt werden. Jede Trainingseinheit löst im Körper Widerherstellungsprozesse aus, die den Körper über den vorigen Stand hinausheben können. Wird eine angemessene Regeneration nicht eingehalten, kann dies dazu führen, dass man auf einem Level stehen bleibt oder gar auf ein tieferes Level abfällt.

  7. Gewohnheit bringt gewohnte Leistung
  8. Wechselnde Belastungsformen bringen meistens nur den gewünschten Erfolg. Nur so finden im Körper Veränderungen statt, die zu einem neuen Leistungslevel führen. Daher bringt es relativ wenig ewig Dauerläufe im selben Tempo zu absolvieren. Daher sollte die Streckenlänge und das Tempo variiert werden.

  9. Nur die Harten trainieren auf Straßen
  10. Besonders wer viele Kilometer im Jahr läuft, sollte diese nicht auf Straßen absolvieren, zwar dämpfen gutes Schuhwerk und trainierte Muskeln viele dieser Kräfte ab, dennoch wirken dabei große Kräfte auf Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen. Dadurch steigt auch die Verletzungsgefahr, daher ist Laufen auf weichen Untergründen wie Wissen oder Waldwegen deutlich gesünder.

  11. Nie eine Trainingseinheit versäumen
  12. Dies stimmt nur bedingt, ist man krank, sollte man die Schuhe ruhig mal in der Ecke stehen lassen. Selbst wenn viele Läufer Krankheitssymptome gern ignorieren, doch durch eine schlechte Leistung bekommen sie dann einen Denkzettel verpasst und kommen nicht selten zu der Erkenntnis, dass eine Laufpause ganz gut gewesen wäre.

  13. Zum Laufen braucht man nur sein Beine
  14. Und wieder falsch, beim Laufen wird ein Siebentel aller Muskeln beansprucht. Das bedeutet also, dass nicht nur die Muskeln der unteren Extremitäten beansprucht werden. Auch die Arme und der Rumpf wird beim Laufen beansprucht, deshalb sollten auch diese Muskelgruppen trainiert werden, um das Verletzungsrisiko gering zu halten.

  15. Aufwärmen und Auslaufen ist unnötig
  16. Gerade bei belastungsintensiven Trainingseinheiten oder gar Sprints ist ein angemessenes Aufwärmtraining unerlässlich. Viele wärmen sich aber nicht auf, nur um Zeit zu sparen. Je nach Trainingseinheit reichen 10 bis 20 Minuten aufwärmen aus. Im Anschlusssollten leichte Dehnübungen vorgenommen werden. Zu starkes Dehnen nimmt den Muskeln aber die Spannung.

  17. Je älter die Laufschuhe, desto besser
  18. Eine der bekanntesten laufregeln lautet: Uraltschuhe gehören in den Trophäenschrank oder auf den Müll. Die Dämpfung, also das Herzstück eines Laufschuhs geht mit der Zeit verloren und sie werden porös. Somit geht die Wirkung verloren. Vielläufer sollten mehrere paar Schuhe nutzen, da die Dämpfung oft mindestens 24 Stunden braucht um ihre ursprüngliche Form wiederzuerlangen.

  19. Man muss über seine Schmerzen trainieren um an sein Ziel zu gelangen
  20. Überlastete oder gereizte Sehnen und Bänder oder schmerzende Muskeln sind oft das Markenzeichen beim Training kurz vor dem Marathon. An diesem Punkt ist allerdings wichtig, nicht über den Schmerz hinweg zu trainieren. Außerdem können dadurch Verletzungen entstehen oder muskulöse Diskrepanzen weiter verstärkt werden. Besser ist es einen Experten hinzuziehen um die Probleme in der Entstehung vorzubeugen.

Über den Autor

Ronny Richert

Hallo meine Name ist Ronny Richert und ich bin Inhaber von http://www.blogbold.de und schreibe gelegentlich auch interessante und vor allem ausführliche Artikel. Bei Fragen stehe ich ihnen gern zur Verfügung.

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