Plazenta: Verzehr nach Geburt eher ungesund

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In Hollywood tun es schon einige Mütter, in Deutschland geschieht es eher selten. Die Rede ist vom Verzehr der Plazenta nach der Geburt. So werden der Plazenta wahre Wunderdinge nachgesagt, wenn man sie nach der Geburt verzehrt. Doch US- amerikanische Wissenschaftler kommen zu einem anderen Ergebnis.

Seit einigen Jahren achten immer mehr Menschen auf ihre Gesundheit. So gelten immer mehr Nahrungsmittel als ungesund und vielen verzichten daher komplett auf Fleisch, weil sie der Meinung sind, sie würden sich dadurch gesünder ernähren. Es gibt aber auch eine Reihe von Sachen die als gesund gelten, es aber eigentlich doch nicht sind.

So schwören viele Hollywoodstars darauf, nach der Geburt ihres Kindes die Plazenta zu essen, doch diese ist nicht so gesund wie es viele Stars und Sternchen es gerne hätten. Angeblich hält die Plazenta jung, macht schön und vollbringt noch ganz andere Wunderdinge.

Etwa 500 bis 600 Gramm schwer

Wissenschaftler wollten dem nun auf den Grund gehen und werteten mehre Studien zu diesem Thema aus. January Jones soll es bereits getan haben, Kim Kardashian soll sich zumindest schon danach erkundigt haben, ob es nach der Geburt des Kindes sinnvoll wäre, die Plazenta zu essen.

Die Plazenta ist bei der Geburt etwa 500 bis 600 Gramm schwer und misst ungefähr 15 bis 20 Zentimeter. Während der Schwangerschaft versorgt die Plazenta den Embryo mit Nährstoffen, schützt ihn vor Krankheitserregern und schädlichen Umwelteinflüssen.

Plazenta soll Wunderdinge verbringen

Frauen die die Plazenta nach der Geburt verzehren, sprechen von regelrechten Wunderdingen, die die Plazenta auch nach der Geburt verbringen kann: So sollen Tabletten aus Mutterkuchen für einen rosigen Teint sorgen und gleichen den Eisenverlust des Körpers wieder aus.

Zudem spenden sie der Mutter Energie und lindern auch noch postnatale Beschwerden. Sie sollen bei der Milchbildung und gegen Depressionen helfen. Während der Wechseljahre hält sie auch noch den weiblichen Hormonhaushalt in Ordnung.

Plazenta eher ungesund

Doch Wissenschaftler aus Chicago wollten es jetzt ganz genau wissen und werteten Studien zu diesem Thema aus. Zwar sind viele Frauen von diesem besonderen Nahrungsmittel überzeugt, doch die US- amerikanischen Wissenschaftler konnten keine Hinweise darauf finden, dass der Verzehr der Plazenta irgendeinen Nutzen bring.

Dabei spielt es keine Rolle ob man die Plazenta roh, gekocht oder in Pillenform zu sich nimmt. Ganz im Gegenteil, die Wissenschaftler aus Chicago bemängeln sogar, dass keine der zehn herangezogenen Studien das eventuelle Risiko der Plazentophagie behandelt.

Globuli aus der Plazenta

Da die Plazenta Gift- und Schadstoffe während der Schwangerschaft filtert, könnte der Verzehr bestenfalls belasten, auch das Baby, wenn es von der Mutter gestillt wird. In Deutschland ist dieser Trend noch nicht angekommen. Hier lassen die Mütter aus ihrem Mutterkuchen bestenfalls Globuli herstellen.

Die soll das Immunsystem stärken und für innere Ausgeglichenheit sorgen. Zudem zeigt die Auswertung der Studie auch, nur weil viele Tiere, wie Katzen und Mäuse nach der Geburt ihrer Jungen die Plazenta fressen, existiert noch lange nicht ein biologischer Imperativ.

Über den Autor

Ronny Richert

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