Pille danach muss auch vom Bereitschaftsdienst verschrieben werden

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Nach einer Verhütungspanne sollte es vor allem eins, nämlich schnell gehen, wenn Frau es verhindern will, schwanger zu werden. Denn auch die Notfallverhütung wirkt nur eine kurze Zeit nach dem Sex mit missglückter Verhütung.

Bundesweit einheitliche Rufnummer

Betroffene Frauen greifen dabei auf die so genannte Pille danach zurück. Allerdings gibt es dabei ein Problem, die Pille danach gibt es bis heute nur auf Rezept. Daher müssen Frauen auf dem schnellsten Wege einen Mediziner aufsuchen. Außerhalb der normalen Praxisöffnungszeiten müssen sich Frauen an den Bereitschaftsdienst wenden.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist Bundesweit unter der Rufnummer 116117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt dann auch das Rezept für die Pille danach aus, wie der Bundesverband der Frauenärzte in einer aktuellen Mitteilung vom Dienstag der laufenden Woche mitteilte.

Rezept muss ausgehändigt werden

Dem Bereitschaftsdienst ist es zudem nicht erlaubt, der Verordnung dieses Medikaments zu verweigern, heißt es in der Erklärung weiter. Denn der Bereitschaftsdienst arbeitet überkonfessionell und im staatlichen Auftrag zur Gesundheitsversorgung.

Anders sieht es allerdings bei Ärzten aus, die die zum Beispiel in der Ambulanz eines konfessionellen Krankenhauses im Einsatz und nicht der dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst angehören, erklärt der Bundesverband weiter. Diese Ärzte sind oft an ihre Arbeitsverträge gebunden. Dies kann auch dazu führen, dass der Arzt verweigert, die Notfallverhütung auf Rezept zu verschreiben.

Es kann zu Zwischenblutungen kommen

Allerdings ist die Pille danach nicht von allen Frauen gut verträglich. So leiden 10 Prozent unter Übelkeit, Kopfschmerzen und Unterbauchschmerzen. Zudem kann es auch zu Zwischenblutungen kommen. Auch kann die Menstruationsblutung verspätet einsetzen.

Fällt die Regelblutung schwächer aus oder ist sie eine Woche nach dem erwarteten Zeitpunkt noch nicht eingetreten, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Sollte sich die Patientin bis zu drei Stunden nach der Einnahme erbrechen, ist eine wiederholte Einnahme empfohlen.

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