Pille danach in Zukunft ohne Rezept

P

Die Pille danach wird in Zukunft ohne Rezept erhältlich sein. Die CDU wird zu diesem Schritt gezwungen, weil der Europäische Arzneimittelausschuss beschlossen hat, das Medikament in der ganzen Europäischen Union rezeptfrei anzubieten. Dennoch will die CDU die Beratungsqualität hochhalten. Zudem wird die Pille danach dann nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Nun also doch, nun scheint es auch in Deutschland die Pille danach ohne Rezept zu geben, das teilte Deutschlands Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe (CDU) in einem Interview mit, dabei war er bis jetzt immer ein vehementer Gegner der rezeptfreien Piller danach. Grund dafür könnte eine Entscheidung des Europäischen Arzneimittelausschusses sein.

Rezeptfrei soll es demnach das Präparat „Ellaone“ geben, ob auch andere Präparate davon betroffen sein werden ist allerdings bis jetzt noch vollkommen unklar. Durch die Entscheidung des Europäischen Arzneimittelausschusses ist das Präparat jetzt in der kompletten Europäischen Union ohne Rezept erwerblich.

Zum radikalen Kurswechsel gezwungen

Genau diese Entscheidung ist auch Schuld daran, dass auch Deutschlands Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe (CDU) einen radikalen Kurswechsel vornehmen muss, denn bis jetzt hat die CDU immer darauf bestanden, dass es die Pille danach nur auf Rezept gibt.

Schon in der letzten Woche hat der Minister bekannt gegeben, dass es die Pille danach auch ohne Rezept geben wird, zudem stellte er auch in Aussicht, dass es das Präparat mit dem Wirkstoff „Levonorgestrel“ auch ohne Rezept geben könnte. „Unser Ziel ist es weiterhin, eine gute Beratung für beide Präparate aus einer Hand sicherzustellen“.

Pille danach mit starken Nebenwirkungen

Wenn die Beratung nicht mehr durch einen Arzt erfolgen muss, ist eine intensive Beratung in der Apotheke der richtige Weg, so der Politiker weiter. Noch vor wenigen Wochen hatte sich der Politiker gegen die Freigabe der Pille danach ohne Rezept ausgesprochen. Da die Pille danach auch zu schweren Nebenwirkungen führen kann, sei eine ärztliche Beratung notwendig, erklärte der Politiker damals.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte sich bereits im Jahr 2010 dafür eingesetzt, dass die Pille danach auch ohne Rezept erhältlich sein sollte, da sie leicht anzuwenden ist und eine ärztliche Betreuung wäre in diesem Fall unnötig, so die Erklärung des Sprechers der WHO.

Keine Abtreibung

Als Pille danach werden vor allem die Medikamente genannt, mit denen eine ungewollte Schwangerschaft verhüttet werden kann. Die beiden diskutierten Wirkstoffe verhindern so lange den Einsprung, bis die Spermien im Körper der Frau abgestorben sind. Es handelt sich dabei also nicht um eine Abtreibung.

Hat sich die Eizelle allerdings bereits in der Gebärmutter eingenistet, kann die Schwangerschaft allerdings nicht mehr verhindert werden. Die Pille danach muss spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, daher fordern Befürworter, einen leichteren Zugang zu den Medikamenten.

Pille danach dann kostenpflichtig

Die SPD gegrüßte den Kurswechsel der CDU. Ein rezeptfreier Verkauf des Medikaments sei „ein wichtiger Teil des Selbstbestimmungsrechts der modernen Frau“, erklärte die SPD- Gesundheitspolitikerin Stamm- Fibich. Der CDU- Gesundheitsexperte Jens Spahn hingegen bedauerte den Schritt des Gesundheitsministers.

Aber dennoch will die CDU in jedem Fall das hohe Niveau der Beratung bei der Pille danach sicherstellen, zum Beispiel durch strukturierte Beratungsbögen. Außerdem werden dann die gesetzlichen Krankenkassen die Pille danach nicht mehr erstatten und der Versicherte muss die Kosten des Medikaments tragen.

Über den Autor

Frank Müller

Hallo mein Name ist Frank Müller und ich bin der Chefredakteur von blogbold.de

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News