OECD: Gesundheit auf einen Blick: Europa 2014: Jeder sechste Europäer ist fettleibig

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Nicht nur in den USA, auch in Europa gibt es immer mehr fettleibige Menschen. Ihr Anteil ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Besonders während der Weltwirtschaftskrise legte ihr Anteil stark zu. Das ist das Ergebnis der Gesundheitsstudie der OECD. Doch die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union erarbeitet wurde weiß nicht nur schlechtes zu berichten.

Immer mehr Menschen in Europa sind übergewichtig. Besonders auffällig, in Zeiten der Krise nehmen viele Menschen innerhalb von Europa an Körpergewicht zu. Auch in Deutschland nimmt die Fettleibigkeit immer zu, so ein aktueller Bericht der OECD.

In fast allen europäischen Ländern hat die Fettleibigkeit im letzten Jahrzehnt deutlich zugenommen. In Deutschland zum Beispiel stieg der Anteil der Fettleibigen gleich um drei Prozent von 13 Prozent im Jahr 2003 auf 16 Prozent im Jahr 2013. Dies ist das aktuelle Ergebnis der Studie „Gesundheit auf einen Blick: Europa 2014“.

Jeder sechste Europäer ist fettleibig

Die Studie stammt von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Vorgestellt wurde die aktuelle Untersuchung in den beiden Hauptstädten Paris und Berlin. Wie es in dem Bericht weiter heißt, war im Jahr 2002 noch jeder achte Bewohner fettleibig, in der Zwischenzeit ist es jeder Sechste.

Eine wichtige Rolle dürfte dabei aber auch die Weltwirtschaftskrise gespielt haben, geben die Wissenschaftler in ihrem Bericht zu denken. Denn bei den Analysen fiel eins bei einigen Ländern auf: Es scheint einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und sozialer Not und Fettleibigkeit zu geben.

Fettleibigkeit beginnt ab einem BMI von 30

Davon sind Bewohner innerhalb Europas mit Finanzproblemen unabhängig von ihrem Einkommen bedroht, so die Forscher. Ein zu hohes Übergewicht bleibt nicht ohne Grund nicht ohne Folgen. So drohen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herz- kreislauf- Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und die unterschiedlichsten Krebserkrankungen.

Zwar hat die Behandlung dieser Krankheiten in vielen Europäischen Ländern Fortschritte gemacht, dennoch führt starkes Übergewicht zu chronischen Erkrankungen, wie die Forscher betonen. Dies geht dann natürlich auf Dauer auf Kosten des Gesundheitssystems. Starkes Übergewicht beginnt ab einem BMI von 30.

Sterblichkeit bei Herzinfarkt geht zurück

Beim BMI wird das Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Größe in Metern. Doch die aktuelle Studie hat nicht nur negatives ans Tageslicht gebracht. So ist die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt und einer damit verbundenen Krankenhauseinlieferung zwischen den Jahren 2001 und 2011 um gut 40 Prozent gesunken. Bei den Schlaganfällen ging sie um mehr als 20 Prozent zurück.

Der Rückgang der Sterblichkeit ist in erster Linie auf bessere Notfallbetreuung sowie auf größeren Zugang von Kranken zu einer speziellen Therapie bei Schlaganfällen in diversen europäischen Ländern zurückzuführen. In vielen Ländern Europas hat sich auch die Überlebenschance nach einer Krebserkrankung deutlich erhöht. Die Durchschnittliche Lebenserwartung hat sich innerhalb Europas auch um fünf Jahre auf 79,2 Jahre erhöht.

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Frank Müller

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