Migräne: Was hilft und wie sie Vorbeugen können

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Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Dank neuster Medikamente und Therapien kann Patienten jetzt besser geholfen werden als früher. Allerdings muss der Patient dabei aktiv mithelfen. Zudem kann der Betroffene auch selbst dafür sorgen, dass erst gar nicht zu einer Migräne- Attacke kommt. Ist sie dann doch da, kann er aktiv mithelfen sie zu lindern.

Wer einmal unter Migräne gelitten hat, der weiß wie unangenehm das sein kann, in manchen Fällen helfen in solchen Momenten nicht einmal Medikamente. Doch es gibt einige Maßnahme die die momentane Situation verbessern können. Essen, schlafen, Sport und Entspannung können hier durchaus hilfreich sein.

Regelmäßiges essen und Sport kann helfen

Geregelte Mahlzeiten gehören dabei zu den Maßnahmen, die dabei helfen sollen Migräne- Anfälle vorzubeugen. Regelmäßiges Essen hat vor allem einen Vorteil: Dadurch wird der Blutzuckerspiegel auf demselben Level gehalten. Außerdem sollte, wenn möglich, auf Alkohol weitestgehend verzichtet werden.

Darauf weist auch ganz aktuell der Berufsverband Deutscher Nervenärzte hin. Aber auch Sport kann bei Migräne hilfreich sein. Besonders eigenen sich dafür Ausdauersportarten wie zum Beispiel Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Sport trägt in erster Linie dazu bei, die Schwere und Dauer der Migräne- Anfälle zu reduzieren.

Lebensmittel und das Wetter als Auslöser?

Bei manchen Betroffenen helfen aber auch Entspannungsübungen wie zum Beispiel autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Auch ein sogenanntes Schmerztagebuch kann dabei helfen, herauszufinden, was die Auslöser der Migräne- Anfälle sein könnten.

Auslöser Nummer eins sind bei den meisten Betroffenen bestimmte Lebensmittel oder Witterungsbedingungen. Aber auch emotionale oder körperliche Anspannung oder Hormonschwankungen lösen in einigen Fällen Migräne- Anfälle aus. Kommt es öfter als zwei Mal pro Monat zu einem Migräne- Anfall und dauert dieser länger als 72 Stunden, könnte eine medikamentöse Behandlung in Frage kommen.

Mithilfe des Patienten äußerst wichtig

In Deutschland leiden jeden Tag mindestens 900.000 Menschen an Migräne- Anfällen. Symptome sind brutales Pochen und Ziehen im Kopf. Doch heutzutage muss kein Betroffener die Migräne einfach nur so hinnehmen. Dank moderner Medikamente und Therapien gelingt es Medizinern immer besser, den Schmerz im Kopf deutlich zu lindern oder gar ganz auszuschalten.

Allerdings ist bei den Medikamenten und der Therapie die Mithilfedes Patienten von Nöten. Wichtig ist die Medikamente gewissenhaft einzunehmen, gesund zu leben, Entspannung im Alltag zu suchen, Stress vermeiden und noch einiges mehr. Das hört sich komplizierter an als es eigentlich ist: Immer mehr Einrichtungen bieten Kurse an, wo man das nötige Wissen über Migräne erlernen kann.

Acht Millionen Menschen leiden an Migräne

Bei Migräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, unter der etwa 10 Prozent der Bevölkerung leiden. Frauen sind dabei drei Mal öfter Betroffen als Männer. Typisch sind halbseitige hämmernde Kopfschmerzen. Zusätzlich kommen Symptome hinzu wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit.

Hierzulande leiden etwa acht Millionen Menschen regelmäßig unter Migräne. Bei den Frauen sind 18 Prozent und bei den Männern sechs Prozent betroffen. In anderen europäischen Staaten und den USA wird von einer ähnlichen Migränehäufigkeit berichtet. In Asien, Südamerika und Afrika leiden die Menschen hingegen seltener unter Migräne.

In der Pubertät klagen 20 Prozent über migräneartige Kopfschmerzen

Die Krankheit trifft vor allem Personen zwischen 25 und 45 Jahren, kann aber schon im Kindesalter beginnen. Aktuelle Studien bringen zudem Migräne mit der kindlichen Kolik im Säuglingsalter in Verbindung, die auch eine Art Migräne darstellen könnte.

Im letzten Grundschuljahr klagen 80 Prozent über Kopfschmerzen, 12 Prozent von ihnen beschreiben Symptome die auf Migräne hindeuten könnten. In der Pubertät erhöht sich ihr Anteil dann auf 20 Prozent.

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