Medikamenten- Cocktails: Jährlich gut 5000 Tote allein in NRW

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Vor allem ältere Leute nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein, dass dies nicht ungefährlich ist klar, sollte einleuchten. Doch viele unterschätzen die Gefahr, so sterben jedes Jahr mehrere tausende Menschen an Medikamenten- Mixen und dies allein im Bundesland Nordrhein- Westfalen. Doch nun sollen vor allem Senioren vor der Gefahr geschützt werden. Auch die elektronische Gesundheitskarte soll zum Schutz beitragen.

Medikamente sind in der Regel etwas Gutes, denn sie helfen Menschen mit Krankheiten. Besonders ältere Menschen müssen allerdings mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, weil sie unter mehreren Krankheiten leiden. Doch dies ist nicht immer ganz ungefährlich. Hier kann es schnell zu Wechselwirkungen kommen und genau dies kostet jedes Jahr tausenden von Menschen das Leben.

4300 Tote jährlich

Einer aktuellen Statistik zufolge nehmen etwa 1,5 Millionen Menschen allein im Bundesland Nordrhein- Westfalen fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig ein. Gut fünftausend Personen sterben jährlich an diesem gefährlichen Medikamenten- Cocktail. Viele die solche gefährlichen Medikamenten- Cocktails zu sich nehmen, denken in vielen Fällen nicht an die eventuellen Folgen.

Wie das Gesundheitsamt des Bundesland Nordrhein- Westfalen mitteilte, sterben jedes Jahr etwa 4300 Menschen an Medikamenten- Cocktails. Nun endlich soll es aber mehr Therapiesicherheit mit Medikamenten vor allem für ältere Menschen geben. Nicht nur der Hausarzt, sondern auch Apotheker und Fachärzte sollten in Kenntnis gesetzt werden, welche Medikamente besonders über 65 Jährige täglich einnehmen.

Verschriebene Medikamente sollen auf Gesundheitskarte vermerkt werden

Zwar sind nur 22 Prozent der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre alt, aber dennoch nimmt diese Bevölkerungsschicht 57 Prozent aller Medikamente ein. Das gefährliche daran, besonders bei älteren Menschen, viele Medikamente werden unabgestimmt eingenommen. Die größte Gefahr dabei ist nicht, dass die unterschiedlichen Ärzte nicht von den anderen verschriebenen Medikamenten wissen, sondern viel mehr die Selbstmedikation der Patienten.

Was die verschriebenen Medikamente der unterschiedlichen Ärzte angeht, dürfte dies in naher Zukunft der Vergangenheit angehören. Denn dann sollen die verabreichten Medikamente auf der elektronischen Gesundheitskarte vermerkt werden. Doch auch bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten ist Vorsicht geboten, diese können im schlimmsten Fall in die Abhängigkeit führen oder organische Schäden verursachen.

Gute Kommunikation wichtig

Patienten die täglich mehrere Medikamente einnehmen, können allerdings auch selbst zu ihrer Sicherheit beitragen, dies bedeutet allerdings nicht, dass sie sich im Internet über die Medikamente erkundigen sollen, sondern vielmehr eine gute Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Apotheker ist wichtig.

So sollten die Patienten bei Arztbesuchen von jedem Leiden und jedem Medikament berichten, dass sie einnehmen, auch wenn es in ihren Augen nicht als wichtig erscheint. Nur mit allen Informationen können Ärzte und Apotheker im Auge behalten, ob ein Medikamenten- Mix dem Patienten gefährlich werden könnte.

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