Masernwelle Berlin: Impfstelle für Flüchtlinge geplant

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Die Stadt Berlin hat offensichtlich aus den Fehlern der Masernwelle gelernt und will für Flüchtlinge jetzt Impfungen gegen Infektionskrankheiten wie Masern anbieten. Die zentrale Impfstelle soll in Berlin Moabit entstehen, doch bis jetzt fehlt es noch an Räumlichkeiten und an Ärzten. Das Interesse der Flüchtlinge an Impfungen ist jedoch sehr groß.

Die Masern greifen in Berlin immer weiter um sich, seit Oktober des vergangenen Jahres sind nun gut 620 Menschen an Masern erkrankt, ein Kleinkind musste die Erkrankung sogar mit dem Leben bezahlen. Ausgegangenen war die Maserwelle in der deutschen Bundeshauptstadt von drei Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Aus diesem Grund will die Stadt Berlin nun die Gesundheitsfürsorge für Flüchtlinge verbessern. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales plant aus diesem Grund bis zum Sommer des laufenden Jahres den Aufbau einer zentralen Impfstelle. Nach aktuellen Angaben wird derzeit in Zusammenarbeit mit den einzelnen Stadtbezirken ein entsprechendes Konzept erarbeitet.

Bereits 630 Masern- Fälle in Berlin

Ziel ist es, aber Mitte des Jahres ein zentrales Impfen auf dem Gebiet des Landeamtes Moabit zu ermöglichen. Pläne für dieses Vorhaben gibt es allerdings schon länger, die aktuelle Impfwelle beschleunigt dieses Vorhaben, wie es in einer Erklärung heißt. Bis zum heutigen Tage gibt es aber kein Impfangebot in Berlin. Viele Asylbewerber kommen allerdings aus Ländern, wo das Gesundheitssystem gar nicht mehr oder nur noch schlecht funktioniert.

In Berlin sind seit Oktober mehr als 630 Menschen an Masern erkrankt. Die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Masern hat in der Zwischenzeit auch dazu geführt, dass zur Vermeidung von Ansteckungen in den Unterkünften zeitweise Belegungs- und Verlegungsstopps ausgesprochen worden.

Impfungen teilweise mit zusätzlichen Kosten verbunden

Dies kann in einigen Fällen die Unterbringung erschweren. Für erwachsene Flüchtlinge gibt es wenigstens ein wenig Gesundheitsvorsorge, sie können mit einem Krankenschein zu einem Arzt gehen. Ein weiteres Problem: Masern- Impfungen für Erwachsene, die vor 1970 geboren sind, sind zum Beispiel keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Deshalb kann eine Impfung gegen Masern auch mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Allerdings boten einige Berliner Bezirke vereinzelt Impfungen für Flüchtlings an, allerdings ist die Teilnahme an diesen Impfungen freiwillig. Das Interesse der Flüchtlinge an Impfungen ist aber sehr groß.

Kein ausreichender Ipmpfschutz unter den Berlinern

Da viele Asylbewerber große Impflücken haben, war es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die Masern sich im Berliner Flüchtlingsheim im Oktober so schnell ausbreiteten. Dass die Krankheit dann auch auf die Berliner Bevölkerung überging, lag aber am fehlenden Impfschutz vieler Berliner.

Auf das Gelände des Landesamts in Berlin Moabit kommen pro Tag etwa 1500 Flüchtlings um Sozialleistungen abzuholen oder einen Termin wahrzunehmen. Dies ist auch der Grund warum die zentrale Impfstelle auch an diesem Ort angesiedelt werden soll. Der Service soll dann später in verschiedenen Sprachen bekannt gemacht werden. Bis jetzt fehlt ab noch an Räumlichkeiten und Ärzten.

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