Masern: Warum sie ihr Kind gegen Masern impfen lassen sollten

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Immer mehr Eltern entschließen sich dazu, ihr Kind nicht gegen Masern impfen zu lassen und setzen ihrem Kind einem hohem Risiko aus, immerhin kann es, wenn es an Masern erkrankt, auch an dieser Krankheit sterben. Dabei reicht eine zweifache Impfung aus, um sein Kind lebenslang vor Masern zu schützen. Nur durch die Impfmüdigkeit kam es jetzt zu dem größten Masernausbruch seit 14 Jahren in Berlin.

Masern sind in Deutschland aktueller denn je, vor allem darum, weil es immer mehr verantwortungslose Eltern gibt, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen. Daher wird der Ruf nach einer Impfpflicht immer lauter: Denn wären mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft, wäre es auch nicht zu dem größten Masernausbruch seit 14 Jahren in Berlin gekommen.

254 Infiziert nur im Januar

So haben sich allein im Januar des laufenden Jahres 254 Menschen mit Masern angesteckt und das nur in der bundesdeutschen Hauptstadt. Eigentlich sollten die Masern in diesem Jahr ausgerottet sein. Daher stellen sich immer mehr Bundesbürger die Frage, ob sie sich jetzt gegen Masern impfen lassen sollten?

Das Berliner Robert- Koch- Institut hat dazu eine eindeutige Haltung und erklärte in einer Stellungnahme: „Ja sie sollten sich impfen lassen, wenn sie bis jetzt noch nicht gegen Masern geimpft worden“! Dazu sollte man wissen, dass Masern hochansteckend sind und zu den ansteckendsten Krankheiten überhaupt zählen.

Zweifache Impfung gegen Masern nötig

Fast jeder nicht geimpfter Mensch wird an Masern erkranken, wenn er Kontakt zu einem Infizierten hatte. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen, dabei reichen schon kleinste Mengen aus. Wenn sich jemand mit Masern infiziert bricht die Krankheit auch immer aus, so das Robert- Koch- Institut weiter.

Die Impfung gegen Masern erfolgt in zwei Schritten: Die erste Impfung erhalten Kinder um ihren ersten Geburtstag herum. Ungefähr vier bis sechs Wochen später erhalten die Kinder dann die zweite Impfung. Der Arzt spritzt dabei abgeschwächte, lebende Masern- Viren in die Oberschenkel des Kindes.

Masern – Erkrankung bricht nicht aus

Die Krankheit bricht allerdings nicht aus. Der Geimpfte entwickeln dann Antikörper gegen die Masern- Viren. Bei einem erneuten Kontakt mit Masern- Viren erkennt der Körper diese und eliminiert diese. Nach der zweiten Masern- Impfung ist man praktisch sein Leben lang immun gegen Masern- Viren.

Masern- Vieren werden wie gesagt beim Sprechen, Niesen oder Husten übertragen, dies geschieht meistens über das Einatmen. Gut 95 Prozent der nichtgeimpften Menschen erkranken dann an Masern. Nach gut acht bis 10 Tagen zeigen sich dann erste Symptome: Fiber, Bindehautentzündung, Schnupfen und Husten.

Masernerkrankung kann bis zum Tod führen

Es tritt auch ein Ausschlag am Gaumen und der Mundschleimhaut auf. Nach etwa 14 Tagen bilden sich bräunlich- rosafarbene Flecken auf der Haut, beginnend meistens im Gesicht. Dies hält fast immer vier bis sieben Tage an. Es kann auch zu möglichen Komplikationen kommen: Zum Beispiel zu Bronchitis, Lungenentzündung oder Durchfall, bedingt durch das geschwächte Immunsystem.

Im Anschluss an eine Masernerkrankung kann es auch zu einer Hirnhautentzündung kommen, in einigen Fällen tritt die Hirnhautentzündung auch erst Jahre später auf. Dies kann bis zum Tod des Patienten führen. Behandelt wird eine Masern- Erkrankung durch Bettruhe und Medikamente gegen Fieber und Husten. Dies alles kann man seinem Kind ersparen, wenn man es impfen lässt.

Über den Autor

Matthias Thomgu

Hallo, ich bin Matthias Thomgu und bin hier für das Thema Krankenversicherung und Forschung zuständig. Bei Fragen zu meinen Artikeln dürfen sie mir gern eine Mail schreiben, welche ich so schnell wie möglich beantworten werde.

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