Masern Berlin: Kleinkind stirbt an Masern- INfektion

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Die Masern greifen in Berlin weiter um sich. Nachdem eine Schule in Berlin geschlossen werden musste, ist nun auch ein Kleinkind an der Infektionskrankheit gestorben. Experten fordern deshalb eine Impfpflicht. Grüne und Linke sprechen sich allerdings gegen eine Impfpflicht aus. De Bundesregierung will aber nur noch geimpfte Kinder in Kitas und Schulen aufnehmen.

In Berlin grassieren weiterhin die Masern, laut aktuellen Angaben des Gesundheitsministeriums ist es der schwerste Masernausbruch in Berlin seit dem Jahr 2001. Einige Experten sprechen sich mittlerweile schon für eine Impfflicht aus. Grüne und Linke lehnen aber so eine Impfpflicht ab, nun ist ein Kleinkind in Berlin an Masern gestorben.

Wie die Grünen in einem Interview erklärten, bekommt man Impfgegner nicht durch eine Impfpflicht zum Umdenken, sondern nur durch umfassende und unabhängige Beratung. Auch die Linken sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus: Die Selbstbestimmung der Eltern muss erhalten bleiben, heißt es in einem Interview.

Erstes Todesopfer in Berlin

In der Zwischenzeit sind seit Oktober des letzten Jahres 530 Fälle von Masern allein nur in Berlin gemeldet worden. Allerdings soll eine Impfpflicht „light“ jetzt kommen. Bevor Eltern ihre Kinder in die Kita geben können, müssen sie die Masern- Impfungen nachweisen. Dies soll auch bei staatlich finanzierten Schulen gelten.

Nun forderte die vermeintlich harmlose Kinderkrankheit, wie die Masern- Erkrankung von Impfgegnern gern genannt wird, ihr erstes Todesopfer in Berlin. So gab der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja bekannt, dass ein Kleinkind an einer Maserninfektion gestorben ist. Wie es zu der Infektion gekommen ist, ist bis jetzt noch unklar, zudem wird es keine weiteren Einzelheiten geben, weil die Infektion anonym gemeldet wurde.

Schule musste geschlossen werden

Wegen des Masernausbruchs wurde zudem vorsorglich eine Schule im Stadtteil Lichtenrade geschlossen. Grund dafür war ein schwerer Verlauf der Infektionskrankheit bei einem Jugendlichen, so eine Sprecherin des Senats am heutigen Montag. Mitschüler und Lehrer müssen nun ihre Impfbücher vorlegen. Die Schule soll aber am Dienstag wieder öffnen.

Der Ausbruch nahm im Oktober des letzten Jahres seinen Lauf. Die ersten Infizierten waren Asylbewerber aus Bosnien, Herzegowina und Serbien. Durch den Bürgerkrieg in den 1990er Jahren konnten diese Menschen nicht mehr ausreichend geimpft werden. Wenige Wochen später erkrankten auch viele Berliner an Masern, viele von ihnen waren nach 1970 geboren.

Impflücke für vor 1991- Geborene

Gerade für diese Altersgruppe gibt es eine Impflücke, weil die zweite Impfung vor 1991 nicht bundesweit empfohlen wurde. Ältere Jahrgänge sind hingegen geschützt, weil sie vor der Impfkampagne vor 40 Jahren geboren worden und die Masern durchmachen mussten.

Masern sollte man zudem nicht auf die leichte Schulter nehmen, da auch Spätfolgen auftreten können. Im schlimmsten Fall können Gehirnentzündungen auftreten, die zu lebenslangen Schäden führen können, wie geistigen Behinderungen. Nach aktuellen Angaben des Berliner Robert- Koch- Institut sterben zwei von 1000 Patienten an einer Masern- Infektion.

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Ronny Richert

Hallo meine Name ist Ronny Richert und ich bin Inhaber von http://www.blogbold.de und schreibe gelegentlich auch interessante und vor allem ausführliche Artikel. Bei Fragen stehe ich ihnen gern zur Verfügung.

1 Kommentar

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  • Die Grünen koalieren auf Landesebene auch mit den Rechtsideologen der CDU (siehe Hessen!). Sie sind also -angesichts der Gefährdung Neugeborener und chronisch Kranker- nicht mehr wählbar.
    Wer fahrlässig das Leben Neugeborener gefährdet gehört zum Schutze der Allgemeinheit isoliert.
    Wir müssen die Schwächsten in unserer Mitte schützen. Die grüne Egopartei hat sich selbst ausgemerzt.

von Ronny Richert

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