Maser- Impfung: Was dafür und was dagegen spricht

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Masern sind derzeitig in aller Munde. Spätestens nach dem Tod eines Kleinkindes in Berlin, denken Politiker und Ärzte über eine Impfpflicht nach. Doch was spricht für und was gegen eine Impfung. Wir haben einige Fakten für sie zusammengetragen.

Eine Masernwelle hat Deutschland gerade im Griff, besonders schwer ist derzeitig Berlin betroffen, hier ist sogar ein Kleinkind an Masern gestorben. über eine Impfpflicht wird mittlerweile heftig diskutiert. Von einer Impfung bzw. einen Impfpflicht ist nicht jeder überzeugt. Wir haben einige Argumente für und gegen die Masernimpfung zusammengetragen.

Gründe für eine Masern- Impfung

Masern sind wie gern von Impfgegnern dargestellt, keine harmlose Kinderkrankheit: Komplikationen wie zum Beispiel Mittelohr-, Lungen- oder Gehirnentzündungen sind bei der Erkrankung keine Seltenheit, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer aktuellen Mitteilung.

Für eine Masernimpfung spricht des Weiteren: Wer sich für eine Masernimpfung entscheidet, schützt nicht nur seine eigenen Gesundheit, sondern auch die der anderen. Wenn 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft wären, können sich die Masern nach aktuellen Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nicht weiter ausbreiten.

Dann wären auch nicht geimpfte Personen wie zum Beispiel junge Säuglinge durch die sogenannte Herdenimmunität vor der Krankheit geschützt. Wer allerdings nicht geimpft ist, steckt sich bei Kontakt mit dem Virus mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit mit Masern an. Wer sich impfen lässt, hat nu ein fünf Prozentige Chance trotzdem an Masern zu erkranken.

Gründe gegen eine Masernimpfung

Impfgegner führen zum einen in ihren Erklärungen die Nebenwirkungen durch die Impfung an. Sie halten das Risiko was von einer Masernimpfung ausgeht für nicht kalkulierbar. Generell sind mögliche Nebenwirkungen auch laut dem Berliner Robert Koch-Institut unbestritten. Bei Masern- Erkrankung reichen die Nebenwirkungen der Bundesärztekammer zufolge von Rötungen bis hin zu Fieber, in sehr seltenen Fällen sind auch allergische Reaktionen möglich.

Andere Argumente der Impfgegner stehen im Gegensatz dazu in deutlichem Widerspruch zu den Einschätzungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Berliner Robert- Koch- Instituts. So ist Masern- Erkrankung zum Beispiel nach Ansicht von Kritikern wie Hans Tolzin eine harmlose Kinderkrankheit, die fast immer ohne Komplikationen verlaufe.

Der Impfgegner bezweifelt zudem auch die Wirksamkeit einer Masern- Impfung. Andere glauben, dass das Durchmachen von Krankheiten für die Entwicklung des Kindes unverzichtbar sei und einen besseren Schutz bewirke als eine Impfung gegen die Masern.

Berlin am schlimmsten betroffen

Die deutsche Bundeshauptstadt Berlin ist derzeitig am schlimmsten von der Masernwelle betroffen: So sind hier seit Oktober knapp 600 Masern- Erkrankungen aufgetreten. Der traurige Höhepunkt der Masernwelle wurde in Berlin in dieser Woche erreicht, als ein Kleinkind an einer Masern- Erkrankung starb. Nun soll eine Obduktion durchgeführt werden, um die genaue Todesursache zu klären.

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