Lungenkrebs wird Brustkrebs bei Frauen überholen

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Im kommenden Jahr wird es einen positiven Trend bei den meisten Krebserkrankungen geben. So wird bei den häufigsten Krebserkrankungen ein Rückgang zu verzeichnen sein. Eine Ausnahme stellen dabei nur die beiden Krebserkrankungen Lungenkrebs bei Frauen und Bauchspeicheldrüsenkrebs bei beiden Geschlechtern dar.

Durch den demografischen Wandel erkranken immer mehr Menschen an Krebs. Nun haben Wissenschaftler aus der Schweiz und Italien neue Prognosen zu Krebserkrankungen in der Europäischen Union veröffentlicht. So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Lungenkrebs den Brustkrebs in den Todesraten in diesem Jahr noch überholen könnte.

Allerdings betrachtet man sich die Todesraten aller Krebserkrankungen, dürften die Todesraten in diesem Jahr auch weiterhin etwas abfallen, zumindest in der Europäischen Union. Allerdings nehmen die Wissenschaftler zwei Krebsformen davon aus, auf der einen Seite ist es Lungenkrebs bei Frauen und auf der anderen Seite Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Männern und Frauen.

Todesraten bei Brustkrebs rückläufig

Im Vergleich zum Jahr 2009 wird die Todesrate bei Lungenkrebs bei Frauen im laufenden Jahr um ungefähr neun Prozent steigen. Somit dürfte die Todesrate dann bei genau 14,24 pro 100.000 Einwohner liegen, was bedeutet, gut 14 weibliche Personen von 100.000 weiblichen Einwohnern werden in diesem Jahr an Lungenkrebs sterben.

Die Todesrate für Brustkrebs dürfte allerdings unter der Todesrate für Lungenkrebs liegen, so die Wissenschaftler in ihrem aktuellen Bericht. Hier ist seit dem Jahr 2009 ein Rückgang von ungefähr zehn Prozent zu verzeichnen. Besonders hoch liegt die Todesrate für Lungenkrebs bei Frauen in den beiden Ländern Polen und Großbritannien.

Hohe Todesraten in Großbritannien und Polen

Hier dürfte die Todesrate im kommenden Jahr bei 17 bzw. 21 pro 100.000 Einwohnerinnen liegen. Als Hauptursache für Lungenkrebs gilt auch weiterhin das Rauchen. Wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht weiter erklären, ist das Rauchen für 85 bis 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle verantwortlich. Aber auch beim Bauspeicheldrüsenkrebs spielt das Rauchen eine nicht zu verachtende Rolle.

Mindestens 15 bis 25 Prozent der Krankheitsfälle gehen auf das Rauchen zurück, heißt es in dem Bericht. Hier sind die Todesraten seit dem Jahr 2009 bei Männern um vier und bei Frauen sogar um fünf Prozent angestiegen. Neben dem Rauchen gelten hier Übergewicht und Diabetes als Hauptursache für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Rückgang bei den häufigsten Krebserkrankungen

Zudem werden auch hoher Alkoholkonsum und familiäre Vorbelastung mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht. Damit lassen sich allerdings nur 40 Prozent der Erkrankungen erklären. Für alle anderen Krebserkrankungen scheint der Trend seit dem Jahr 2009 rückläufig zu sein.

So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es einen Rückgang bei den Todesraten bei den drei häufigsten Krebserkrankungen von Männern, um neun Prozent bei Lungenkrebs, fünf Prozent bei Darm- und 12 Prozent bei Prostatakrebs geben wird. Bei dem weiblichen Geschlecht werden wohl nicht nur die Todesraten für Brustkrebs rückläufig sein, sondern wohl auch bei Darmkrebs um neun Prozent.

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Frank Müller

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