Krebsrisiko: Spielt Pech eine große Rolle?

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Warum erkranken immer mehr Menschen an Krebs? Liegt es an Umweltfaktoren oder an dem ungesunden Lebensstil. Beides trifft wohl zu, aber Wissenschaftler aus den USA haben einen weiteren Grund gefunden: Pech.

Immer mehr Menschen in Deutschland und der restlichen Welt erkranken an Krebs. Doch woran liegt das, dass immer mehr Menschen an Krebs erkranken und auch an ihm sterben? Einige Experten meinen, dass könnte am demografischen Wandel liegen, also dass die Bevölkerung immer älter wird. Doch eine US- amerikanische Studie kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.

US- amerikanische Wissenschaftler wollen in einer Studie herausgefunden haben, dass zwei Drittel aller Krebsfälle einfach nur Pech sind. Bekannt ist, dass Krebs meistens dann entsteht, wenn bei der Zellteilung von Stammzellen von bestimmten Geweben Fehler oder Mutationen entstehen.

Pech spielt eine große Rolle

Je öfter dies aber passiert, umso größer das Risiko, dass Zellen unkontrolliert wachsen. Dies bildet die Grundlage für Krebs. Wie die Forscher der US- Studie in ihrem aktuellen Bericht erklären, entstehen alle Arten von Krebs aus einer Kombination von Pech, Umwelt und Vererbung. Die Wissenschaftler haben sogar ein Modell entwickelt, mit dem man messen kann, wie stark diese drei Faktoren an der Krebsentstehung beteiligt sind.

Menschen die im Laufe ihres Lebens nicht an Krebs erkranken, aber trotzdem regelmäßig geraucht und getrunken haben, argumentieren gerne, dass sie mit guten Genen gesegnet sind, doch die Wahrheit ist wohl eher, dass sie Glück hatten, so die Wissenschaftler in ihrem aktuellen Bericht weiter.

Nicht gleichgültig werden

Wie oft Zellen eine Teilung vollziehen und dabei ein Fehler auftritt, darauf hat weder der Mensch noch die Vererbung einen Einfluss, so die Wissenschaftler weiter. Natürlich senkt eine gesunde Lebensweise das Risiko an Krebs zu erkranken. Deshalb sollte man jetzt nicht gleichgültig werden und sich jedem Laster hingeben mit der Ausrede, dass Krebs sowieso nicht aufzuhalten ist.

Wie wichtig die Fehler bei der Teilung der Stammzellen im Vergleich zu Vererbungs- und Umweltfaktoren bei der Entstehung von Krebs sind, war im Vorfeld noch nicht bekannt. Für die aktuelle Studie untersuchten die Wissenschaftler Stammzellteilungen von 31 Arten von Körpergewebe im Zeitverlauf.

Zellen im Dickdarm teilen sich öfter

Außerdem worden die Krebsrisikoarten von US- Bürgern hinzugezogen. Durch ein mathematisches Modell konnte im Anschluss errechnet werden, wie hoch das Risiko von Krebs von der Zahl der Stammzellenteilungen abhing. Den Forschern zufolge weisen 22 Krebsarten einen besonders hohen Pech- Faktor durch beliebige DNA- Mutationen bei der Zellteilung auf.

So teilen sich Stammzellen im Dickdarm viel Mal häufiger als im Dünndarm. Demnach ist Krebs im Dickdarm auch deutlich öfter als im Dünndarm. Bei Mäusen teilen sich die Zellen hingegen im Dünndarm öfter als im Dickdarm. Bei ihnen tritt der Krebs häufiger im Dünndarm auf.

500.000 Krebserkrankungen pro Jahr

Die weiteren neun Krebserkrankungen gehen unter Umständen auf eine Kombination aus Vererbung, Pech und dem Lebensstil zurück. Dazu zählen zum Beispiel Haut- aber auch Lungenkrebs. Diese beiden Krebsarten werden durch UV- Strahlung und durchs Rauchen ausgelöst.

Gut 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Gut jeder zweite Mann und jede dritte Frau erkranken im Laufe ihres Lebens einmal an einer Krebsform.

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Marion Star

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