Krankenstand Pflege so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr

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Die Krankenstand in der Pflege ist so hoch wie schon seit sechs Jahren nicht mehr. Das hat die Krankenkasse AOK Bayern ermittelt. Den Angaben zufolge liegt dies an dem Personalmangel und an den großen körperlichen wie psychischen Belastungen des Pflegeberufes.

Die Pflege ist in der heutigen Zeit immer noch ein sehr anstrengender Beruf, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Zudem herrscht auch ein regelrechter Notstand in den Pflegeberufen, daher sind auch viele Pflegekräfte überlastet, was sich auch im Krankenstand wiederspiegelt.

So ist der Krankenstand in der Pflege so hoch wie schon seit sechs Jahren nicht mehr, das teilte die gesetzliche Krankenkasse AOK Bayern am Freitag der laufenden Woche in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Den aktuellen Angaben zufolge waren im letzten Jahr Menschen in Pflegeberufen pro Jahr durchschnittlich 22 Tage krank.

Seelische Erkrankungen weit verbreitet

Damit ist der Krankenstand in der Pflege um ungefähr ein Drittel höher als in anderen Berufszweigen, wie die gesetzliche Krankenkasse in ihrem Bericht weiter mitteilte. Wie der stellvertretender Vorstandschef der AOK Bayern, Hubertus Räde erklärte, leisten Pflegekräfte wichtige, aber auch anstrengende Arbeit mit einer hohen psychischen und physischen Belastung.

Besonders oft kommt es in der Pflege zu seelischen Krankheiten und Muskel- Skelett- Erkrankungen. Das Personal in Pflegeberufen müssen viel im Stehen arbeiten, schwer heben und begleiten Menschen beim Sterben, dass alles belastet, erklärt der stellvertretende Vorstandschef der Krankenkasse weiter.

Ausbildungsstellen schwer zu besetzen

Zudem wird der Job immer unattraktiver, es wird immer schwerer jedes Jahr die Ausbildungsstellen zu besetzten, so der Pflegeheimleiter Andrew Scheffel. Zudem hat die Pflege nicht gerade den besten Ruf, betont er in dem Interview mit der dpa weiter.

Um geeignete Mitarbeiter zu finden, muss die Gesundheitsprävention weiter ausgebaut werden, erklärt Räde. Denn mit dem Durchschnittsalter steige auch der Bedarf an Pflegekräften.

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Frank Müller

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