Krankenkassen- Vergleich 2015: Wo sie am meisten sparen

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Seit Anfang dieses Jahres gelten die neuen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Seit Beginn dieses Jahres erheben auch fast alle Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. Ob und für wen sich ein Wechsel lohnt, erfahren sie in diesem ausführlichen Beitrag.

Seit Beginn dieses Jahres gelten neue Beitragssätze für die gesetzliche Krankenversicherung. Ende dieses Monats werden alle gesetzlichen Krankenkassen ihre neuen Beitragssätze zum ersten Mal einziehen. Viele der gesetzlich Versicherten werden kaum einen Unterschied bemerken. Für wenige wird es teurer. Für noch weniger wird es deutlich billiger. Doch lohnt sich der Wechsel?

Viele der gesetzlich Versicherten haben erst kurz vorm Jahreswechsel von dem neuen Beitragssatz ihrer gesetzlichen Krankenkasse erfahren. Bis dahin war lediglich bekannt, dass jeder gesetzlich Versicherte 14,6 Prozent Beitragssatz zahlen muss. Wie hoch der Zusatzbeitrag der einzelnen Krankenkassen sein wird, war bis dahin noch vollkommen unklar.

Bei 65 Krankenkassen wird es günstiger

In der Zwischenzeit ist klar, dass sich für die meisten versicherten kaum etwas ändert. Ungefähr 50 Prozent der Krankenkassen haben ihren Zusatzbeitrag auf 0,9 Prozent festgelegt. Genau dieser Prozentsatz fällt auch seit 1. Januar dieses Jahres weg. Somit bleibt es für die meisten Versicherten bei dem Beitragssatz von 15,5 Prozent, so wie im letzten Jahr auch.

Immerhin 65 Krankenkassen verlangen weniger als vorher und bei acht Krankenkassen müssen die Versicherten mehr bezahlen. Doch lohnt ein Wechsel? Am günstigsten ist es derzeitig mit 14,6 Prozent bei der Euregio BKK und der Metzinger BKK. Doch beide sind nur für Versicherte aus Nordrhein- Westfalen oder Baden- Württemberg zugänglich. Die günstigste deutschlandweit geöffnete Krankenkasse ist die hkk mit 15,0 Prozent.

Maximal 425 Euro sparen

Wer die Möglichkeit hat in eine der beiden Krankenkassen zu wechseln spart 27 Euro im Monat bzw. 324 Euro im Jahr bei einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro. Im Höchstfall kann man 425 Euro sparen, wenn das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze von 4125 Euro liegt. Das beide Krankenkassen auf Dauer ohne Zusatzbeitrag auskommen ist hingegen aber unwahrscheinlich.

Der demografische Wandel und die steigenden Kosten im Gesundheitswesen der sprechen dafür, dass die Beiträge in Zukunft steigen werden. Selbst Krankenkassen mit solider Finanzlage werden früher oder später Zusatzbeiträge erheben, so Experten der Branche. Bis dahin spricht nichts gegen einen Wechsel, vorausgesetzt die angebotenen Leistungen passen zum persönlichen Bedarf.

Was gegen einen Wechsel spricht

So dürfen die Krankenkassen neben den Standartleistungen aus dem vorgeschriebenen Leistungskatalog in verschiedenen Bereichen freiwillige Zusatzleistungen anbieten wie Zuschüsse zur professionellen Zahnreinigung oder Reiseimpfungen. Doch es gibt auch Argumente die gegen einen Wechsel sprechen.

Krankenkassen im oberen Preissegment von 15,4 oder 15,5 Prozent bieten ein breites Leistungsspektrum an. Hier gibt es zum Beispiel Zahnersatz, Gesundheitskurse oder Alternativmedizin. Wer sich entschließt die Krankenkasse zu wechseln hat allerdings recht leicht. Denn durch die Zusatzbeiträge gibt es ein Sonderkündigungsrecht.

Wechsel nach 18 Monaten

Dafür kündigt man einfach seine alte Krankenkasse und meldet sich bei seiner neuen Krankenkasse an. Krankenkassen die nicht auf bestimmte Berufsgruppen und Regionen beschränkt sind, dürfen keinen Versicherten ablehnen. Selbst wenn der Wechsel durch einen Grund scheitert, steht man nicht ohne Krankenkasse da, dann übernimmt wieder die alte Krankenkasse.

Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. In der Regel muss man bei einer Krankenkasse 18 Monate versichert sein, bevor man wechseln darf, doch durch die Zusatzbeiträge tritt ein Sonderkündigungsrecht in Kraft. Tipp: Wer über das Krankenkassenportal wechselt bekommt noch eine attraktive Prämie obendrauf. Außerdem gibt es dort ein Jahr Zahnzusatzversicherung gratis.

Über den Autor

Ronny Richert

Hallo meine Name ist Ronny Richert und ich bin Inhaber von http://www.blogbold.de und schreibe gelegentlich auch interessante und vor allem ausführliche Artikel. Bei Fragen stehe ich ihnen gern zur Verfügung.

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