Krankenhausreform NRW: 215 Millionen Euro und 3000 neue Pflegestellen

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Im nächsten Jahr soll die Krankenhausreform für das Bundesland NRW per Gesetz beschlossen werden. Die Gesundheitsministerin des Landes rechnet mit etwa 215 Millionen Euro. So sollen ab 2016 etwa 3000 neue Pflegekräfte geschaffen werden. Allerdings müssen sich die Krankenhäuser mit 10 Prozent an den Kosten beteiligen.

Die Krankenhausreform ist in den Bundesland Nordrhein- Westfalen beschlossene Sache. Die Reform soll in NRW in erster Linie zu mehr Effizienz führen. Die Krankenhäuser und Kliniken sollen eine Reihe von Verbesserungen bekommen. So sollen die Krankenhäuser mehr Pflegepersonal und mehr Geld für die Notfallversorgung und für Operationen bekommen.

Ab dem Jahr 2016 könnte es bis zu 3000 zusätzliche Stellen in den Krankenhäusern Nordrhein- Westfalens geben, wie die Gesundheitsministerin von NRW Barbara Steffens in einem aktuellen Interview erklärte. Für die aktuelle Krankenhausreform sollen die Kassen für Deutschland bundesweit 600 Millionen Euro zu Verfügung stellen.

Anzahl der Pflegekräfte stagniert

Ein Harken hat die Reform für die Krankenhäuser dann doch, die Krankenhäuser und Kliniken müssen sich mit zehn Prozent an den Reformen beteiligen. Die aktuellen Empfehlungen für die neue Reform sollen im kommenden Jahr per Gesetz beschlossen werden. Steffens bemängelte in einem Interview: Dass die Zahl der Ärzte in den letzten Jahren zugenommen hat und die Zahl der Pflegekräfte sich nicht verändert hat.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Krankenhausärzte um 10.000 Stellen gewachsen. Bei den Pflegekräften sieht es da anders aus: Ende 2013 gab es in NRW gut 100.000 Pflegekräfte, gerade mal 300 mehr als noch im Jahr 2000. Bei der Patientenzahl gab es hingegen auch eine ordentliche Steigerung: Zwischen den Jahren 1995 und 2013 ist die Patientenzahl um Viertel auf aktuell 4,4 Millionen in NRW gestiegen.

215 Millionen Euro für den Umbau

Mehr Pflege am Bett ist für den Patienten entscheidend, so Steffens. Nach der Operation kommt die entscheidende Phase, in der Komplikationen oder Stürze vorkommen oder eben vermieden werden können. Gleiches gilt natürlich auch für die Mobilisation des Patienten nach einer Operation. Diese muss aber von Pflegern überwacht werden.

Die Gesundheitsministerin rechnet mit etwa 215 Millionen Euro für den Umbau der Krankenhauslandschaft in NRW in den Jahren von 2016 bis 2018. Die Hälfte der Mittel soll aus dem Gesundheitsfond des Bundes kommen, die andere Hälfte muss kofinanziert werden.

Über den Autor

Matthias Thomgu

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