Immer weniger Menschen sterben an Krebs

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Laut einer aktuellen Statistik der US- amerikanischen Krebsgesellschaft werden im kommenden Jahr 1,7 Millionen Amerikaner neu an Krebs erkranken. Allerdings ist die Sterberate in den letzten 25 Jahren deutlich zurückgegangen. Dennoch ist in vielen Bundesländern Krebs die Todesursache Nummer eins.

Gerade durch den demografischen Wandel, also dadurch, dass wir alle immer älter werden, erkranken immer mehr Menschen im Alter an Krebs. Laut einer US- amerikanischen Untersuchungen sind die Todesfälle durch Krebserkrankungen in den letzten 25 Jahren um ein Viertel gesunken, dennoch nimmt die Zahl der Krebserkrankungen immer weiter zu.

600.000 Krebstote in den USA erwartet

Wie zu Beginn jeden Jahres gibt die amerikanische Krebsgesellschaft, American Cancer Society, einen Bericht heraus, in dem aktuelle Schätzungen enthalten sind, wie viele Menschen im kommenden Jahr an Krebs erkranken bzw. sterben werden. Laut des aktuellen Berichts werden in diesem Jahr gut 1,7 Millionen US- Amerikaner neu an Krebs erkranken.

Zudem werden ungefähr 600.000 Menschen in den USA an Krebs sterben, wie es in dem Bericht weiter heißt. In den Vereinigten Staaten von Amerika leben derzeitig etwa knapp 319 Millionen Menschen. Zwar klingen die Zahlen sehr hoch und machen nicht gerade Mut, dennoch hat die US- amerikanische Krebsgesellschaft auch etwas Positives zu vermelden.

Sterberate um 32 Prozent gesunken

So zeigt die Statistik dass immer weniger Menschen an einer Krebserkrankung sterben. Seit dem Jahr 1991 ist die Sterberate um gut 32 Prozent, also knapp um ein Viertel gesunken. Das liegt in erster Linie an besseren Vorsorgeuntersuchungen, bessere Behandlungsmöglichkeiten und einer besseren Früherkennung, so die Krebsgesellschaft in ihrem Bericht, der im Fachmagazin „A Cancer Journal for Clinicans“ veröffentlicht wurde.

Somit sind ungefähr 1,7 Millionen Todesfälle durch Krebs verhindert worden. Zudem erkrankten in den letzten 25 Jahren deutlich weniger Männer an Krebs. So sank die Zahl der Krebserkrankungen bei Männern um gut 3,1 Prozent. Die US- amerikanischen Wissenschaftler führen dies auf den Rückgang der Diagnosen bei Prostatakrebs zurück.

Krebsrate bei Frauen stabil

Bei den Frauen blieb die Rate der Krebserkrankungen in den letzten 25 Jahren allerdings stabil. Trotz der guten Neuigkeiten gibt es auch einige schlechte Nachrichten zu vermelden: In den USA erkranken immer mehr Menschen an Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmutterhalskrebs. Zudem ist in 21 und 50 Bundesländern der USA Krebs die häufigste Todesursache.

Dies erklären die US- Forscher in erster Linie aber damit, dass immer weniger Menschen an Herzkrankheiten sterben. Doch nicht nur Erwachsene erkranken bzw. sterben an einer Krebserkrankung, auch Kinder haben mit Krebserkrankungen zu kämpfen. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von null bis 19 Jahren sind Gehirntumore die häufigste Krebserkrankung.

478.000 Krebserkrankungen in Deutschland

Über mehrere Jahre nahm Leukämie diesen Spitzenplatz ein, wie die Forscher berichten. Allerdings haben sich in der Zwischenzeit die Therapiemöglichkeiten von Leukämie derart verbessert, dass immer weniger Kinder und Jugendliche an Blutkrebs sterben müssen, wie es zum Abschluss des Berichtes heißt.

Die aktuellsten Zahlen aus Deutschland stammen hingegen aus dem Jahr 2012. Demnach sind im Jahr 2012 in Deutschland gut 478.000 Menschen Krebs neu erkrankt. Gut 226.000 waren Frauen und etwa 252.000 waren Männer, so die Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten. Bei Männern erkranken die meisten an Prostatakrebs gefolgt von Lungenkrebs. Frauen hingegen erkranken am häufigsten an Brust- und Darmkrebs.

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Frank Müller

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