Immer mehr Menschen süchtig nach Beruhigungs- und Schlaftabletten

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Immer mehr Menschen in Deutschland greifen Stressbedingt zu Beruhigungs- und Schlaftabletten. Und immer mehr Menschen werden hierzulande auch süchtig nach diesen Tabletten. Viele spielen unwissentlich mit ihrem Leben, denn weniger als zwei Tabletten pro Monat reichen aus, um das Sterberisiko um ein Drittel nach Oben schnellen zu lassen.

Der Stress ist unserer Gesellschaft wird immer größer. Vor allem im Beruf ist der Stress in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Da der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber immer zu erreichen ist. Aber auch den privaten Stress sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen unter Schlafstörungen leiden.

Bis zu 1,5 Millionen Abhängige

Um trotzdem ausgeruht zur Arbeit zu kommen greifen immer mehr Menschen regelmäßig zu Beruhigungsmittel oder Schlaftabletten. Da diese Tabletten sehr schnell abhängig machen, dürfte es auch niemanden verwundern, dass immer Mehr Menschen von diesen Tabletten abhängig werden. Wie viele Deutsche von Schlaf- und Beruhigungstabletten abhängig sind, hat jetzt eine Studie untersucht.

Wie die Zeitung „Die Zeit“ unter Berufung auf die Studie von „Insight Health“ berichtet sollen allein in Deutschland mindestens 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen von Beruhigungs- und Schlaftabletten abhängig sein, Tendenz steigend. Wie es in dem Bericht weiter heißt, verkaufen deutsche Apotheken im vergangenen Jahr mehrere Millionen dieser verschreibungspflichtigen Medikamente.

Genau gesagt verkauften die Apotheken 18,7 Millionen dieser verschreibungspflichtigen Medikamente, die bei regelmäßiger Einnahme sehr schnell süchtig machen können. Der größte Anteil dieser Medikamente wurde auf Privatrezept ausgestellt, wie das Blatt in seinem aktuellen Artikel weiter mitteilte.

Allgemeinmediziner verschreiben am häufigsten

Die Verschreibungen über Kassenrezepte sind im Gegensatz dazu im vergangenen Jahr rückläufig gewesen, wie es in der aktuellen Studie heißt. Menschen die unter Schlafproblemen leiden, kontaktieren in der Regel als erstes ihren Hausarzt. Gut 70 Prozent der Kassenrezepte über Schlaf- oder Beruhigungstabletten wurden von Allgemeinmedizinern oder Internisten ausgestellt.

Bei Fachärzten für Nervenheilkunde betrug der Anteil hingegen jedoch nur 18,7 Prozent, wie es in dem Bericht weiter heißt. Doch Schlaftabletten werden in Deutschland nicht überall gleich oft verschrieben, so gibt es regionale Unterschiede, wie es weiter heißt. Dem Bericht zufolge wurden die meisten Schlaftabletten im Bundesland Saarland verschrieben.

In Sachsen- Anhalt werden die wenigsten Schlaftabletten verschrieben

Auf den weiteren Plätzen landeten Baden- Württemberg und Nordrhein- Westfalen. Die wenigsten Schlaf- bzw. Beruhigungstabletten wurden in den Bundesländern Thüringen, Hessen und Sachsen- Anhalt auf Rezept verschrieben.

Zudem ist bei Schlafmitteln hohe Vorsicht geboten, denn sie können ihr Leben verkürzen, nicht nur wenn sie eine Überdosis schlucken, um zu versuchen, ihrem Leben eine Ende zu setzen, sondern auch dann, wenn sie nur zwei Mal im Monat zu einer Schlaftablette greifen, zu dem Ergebnis kam zu Beginn dieses Jahres eine Studie.

Erhöhtes Sterbe- und Krebsrisiko

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von etwa 33.000 Menschen und kamen zu dem Ergebnis: Zwei Jahre nach Beginn der Einnahme von Schlaftabletten verstarb einer von 16 Probanden, die Schlaftabletten einnahmen. In der Vergleichsgruppe, die keine Schlaftabletten einnahmen, starb hingegen nur einer von 80 Probanden. Im Vorfeld hatten die Wissenschaftler andere Risikofaktoren für einen vorzeitigen Tod ausgeschlossen.

Neben dem Sterberisiko steigt bei Einnahme von Schlaftabletten auch das Krebsrisiko. Doch das Risiko steigt nicht nur dann an, wie man vermuten könnte, wenn man täglich zu einer Schlaftablette greift. Hier reichen schon weniger als zwei Tabletten pro Monat aus. So steigt das Risiko eines frühzeitigen Todes um das Dreifache an, wenn man pro Jahr mindestens 18 Mal Schlaftabletten konsumiert hat.

Über den Autor

Ronny Richert

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