Eine Impfung könnte die Heuschnupfen für immer beenden

E

Menschen mit Heuschnupfen verteufeln oft den Frühling und Sommer, weil die Pollen wieder fliegen und ihnen die Augen tränen und die Nase läuft. Viele Patienten haben schon so gut wie alles ausprobiert, doch nichts hat geholfen. Jetzt gibt es Hoffnung: Eine Impfung gegen den Heuschnupfen, die mehrere Jahre vorhalten soll. Im Jahr 2020 könnte es schon so weit sein.

Eigentlich ist der Frühling und der Sommer ja für fast alle Menschen die schönste Jahreszeit. Immerhin ist es schön warm und die Natur erwacht zum Leben. Doch einige von uns verteufeln diese Jahreszeit auch manchmal. Vor allem die, die unter Heuschnupfen leiden. Doch für diese Menschen ist Hoffnung in Sicht. Pharmaunternehmen arbeiten an Impfstoffen, die den Heuschnupfen auf einen Schlag stoppen soll.

15 bis 16 Millionen Erkrankte

Bald könnt die Zeit reif sein, dass dieser Impfstoff auf den Markt kommt. In Deutschland leiden aktuellen Schätzungen zufolge 15 bis 16 Millionen Menschen an Heuschnupfen. Doch die Zahl der Erkrankten nimmt jedes Jahr immer weiter zu. Zudem hat sich die Zeit, in der die Pollen fliegen verlängert und immer Menschen sind genetisch anfällig für diese Art der Allergie.

Besonders Baum- und Graspollen lösen diese Allergie aus. Diese Pollen sind sowohl im Frühling als auch im Sommer in der Luft. Viele Allergiker fühlen sich in diesen Monaten angeschlagen und müde, wenn sie Medikamente mit Antihistaminen einnehmen. Eine Spritze gegen den Heuschnupfen, der die Allergie ein für alle Mal verschwinden lässt, wäre eine große Erleichterung für diese Menschen.

Ein Riesengeschäfft für die Pharmaindustrie

Zudem wäre es für die Pharmaindustrie ein Riesengeschäft, bei 15 bis 15 Millionen Erkrankten. Möglicherweise könnte es schon in fünf Jahren soweit sein. Mehrere Pharmaunternehmen arbeiten an einem Impfstoff, der dauerhaft helfen könnte. Bis jetzt wird Heuschnupfen in erster Linie mit Hyposensibilisierung behandelt. Dabei wird der Körper immer wieder mit den Pollen konfrontiert und soll sich an die harmlosen Pollen gewöhnen.

Doch von heute auf morgen geht dies nicht, der Prozess dauert mehrere Jahre. Eine Impfung soll im Gegensatz dazu deutlich schneller wirken. Bei einer allergischen Reaktion binden sie die Pollen an Antikörper, die im menschlichen Körper in großer Zahl vorhanden sind und machen das Immunsystem überempfindlich.

2020 könnte der Impfstoff zugelassen werden

Diese Antikörper sorgen nun dafür, dass Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet werden. Aus diesem Grund tränen die Augen und es läuft die Nase. Der Wirkstoff in der Spritze regt bestimme Zellen dazu an, neue, harmlose Antikörper zu bilden. Atmet der Allergiker jetzt die Pollen ein, fangen die neuen Antikörper diese Pollen auf der Schleimhaut ab.

Die krankmachenden Antikörper kommen nicht mehr an die Pollen heran. Drei Spritzen soll jeder Patient erhalten. Eine im Herbst, um den Effekt über den Winter zu retten. Im Frühling folgen dann zwei weitere Spritzen. Den Pharmaunternehmen zufolge soll dann für mehrere Jahre Ruhe sein. Nach den erfolgreichen Tests soll schon im Jahr 2017 die letzte Studienphase starten. 2020 könnte der Impfstoff dann zugelassen werden.

Über den Autor

Matthias Thomgu

Hallo, ich bin Matthias Thomgu und bin hier für das Thema Krankenversicherung und Forschung zuständig. Bei Fragen zu meinen Artikeln dürfen sie mir gern eine Mail schreiben, welche ich so schnell wie möglich beantworten werde.

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News