Herz- Kreislauf- Erkrankungen: Regelmäßiges Krafttraining verringert Risiko

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Jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Herz- Kreislauf- Erkrankung zurück. Dabei kann das Risiko durch moderates Krafttraining positiv beeinflusst werden, wie jetzt die Universität Erlangen- Nürnberg im Rahmen einer Studie herausfand.

Da wir immer älter werden, steigen auch die Herz- Kreislauf- Erkrankungen. Dabei kann man leicht etwas gegen diese Erkrankungen tun. Moderates Krafttraining mit halbstündigen Einheiten haben bereits positive Effekte. Nimmt man diese Trainingseinheiten zwei bis drei Mal pro Woche vor, verbessert sich das Verhältnis von Muskulatur und Fett spürbar.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Erlangen- Nürnberg. Gleichzeitig sollte allerdings hochwertiges Eiweiß eingenommen werden. Einen ähnlichen Effekt erzielt auch ein intensives Training mit mehreren Durchgängen pro Einheit, allerdings ohne die Einnahme von Eiweiß, wie die Wissenschaftler in ihrem aktuellen Bericht betonen.

Fünf Monate Training

Im Rahmen der aktuellen Studie untersuchten die deutschen Wissenschaftler unterschiedliche Trainingseinheiten und den Nutzen vom zusätzlichen Eiweiß. Zu diesem Zweck ließen die Forscher 120 untrainierte Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren in vier Gruppen über einen Zeitraum von fünf Monaten trainieren.

Die entsprechenden Gruppen trainieren dann entweder mit einem oder mehreren Durchgängen pro Übung, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem bekamen einige Sportler Eiweiß, andere jedoch nicht. Nach den fünf Monaten untersuchten die Wissenschaftler Muskel- und Körperfettanteil, sowie Muskelkraft und das Herz- Kreislauf- Risiko.

Sämtliche Trainingsarten gut fürs Herz

Die besten Ergebnisse bei der Körperzusammensetzung hatten die Probanden, die mehrere Durchgänge machten. Aber auch die Gruppe die zusätzlich Eiweiß einnahm, erzielte den gleichen Effekt.

Bei dem Herz- Kreislauf- Risiko und der Größe der Herzens zeigten sich zwischen den Gruppen, die ein Training absolviert hatten, keine größeren Unterschiede: Sämtliche Trainingsarten wirkten sich positiv auf das Herz- Kreislauf- Risiko aus, wie es zum Abschluss der aktuellen Studie heißt.

Persönliches Risiko hat jeder selbst in der Hand

Herz- Kreislauf- Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Herzinfarkt gehören in den Industriestaaten zu den häufigsten Erkrankungen. Laut dem statistischen Bundesamt ist jeder zweite Todesfall in Deutschland auf eine Herz- Kreislauf- Erkrankung zurückzuführen.

Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, zu viel Alkohol, Diabetes, Stress und zu wenig körperliche Bewegung. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto höher die Wahrscheinlichkeit am Herzen zu erkranken. Das persönliche Risiko hat somit jeder ein Stück weit selbst in der Hand.

Über den Autor

Matthias Thomgu

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von Matthias Thomgu

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