Grippewelle: In Hessen werden die Blutkonserven knapp

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Angesichts der Masern- und Grippewelle schrumpfen die Blutreserven immer mehr. Aus diesem Grund rufen das Deutsche Rote Kreuz und die Landesärztekammer des Bundeslandes Hessen zum Blutspenden auf. Einen besonderen Engpass scheint es bei der Blutgruppe 0 Rhesus negativ zu geben, wie es in einer aktuellen Erklärung vom Montag heißt.

In Deutschland treiben gerade zwei Krankheiten besonders stark ihr Unwesen. Zum einem schwappt die Grippewelle in Richtung Norden und zum anderen erkranken immer mehr Menschen an Masern. Dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Wie das Deutsche Rote Kreuz in einer Pressemitteilung erklärte schrumpfen die Vorräte der Blutreserven.

Besonders im Bundesland Hessen sollen die Blutkonserven langsam knapp werden. So sind die Bestände im Moment besonders niedrig, wie eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes in einer Stellungnahme erklärte. Auch die Landesärztekammer rief in der Zwischenzeit zur Blutspenden auf. Besonders die Blutgruppe 0 Rhesus negativ wird gebraucht.

Wer krank ist, darf kein Blut spenden

Besonders in Notfällen, wenn es schnell gehen muss, ist diese Blutgruppe besonders wichtig, heißt es in der aktuellen Mitteilung vom heutigen Montag. Auch ein Grund warum die Blutkonserven in den letzten Wochen weiter gesunken sind: Viele Turnhallen und Gemeindehäuser waren auf Grund von Fastnachtfeiern belegt.

Diese standen sonst für Blutspendetermine zur Verfügung. Erschwerend hinzu kommt die Grippe- und Masernwelle in Deutschland, denn wer krank ist, darf kein Blut spenden. Doch das Blut wird nicht nur für kranke Menschen benötigt, es wird auch für wissenschaftliche und pharmazeutische Zwecke aufbereitet.

In Deutschland keine Altersgrenze mehr

Spenden darf eigentlich jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und es keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. In der Schweiz darf man nur bis zu einem Alter von 75 Jahren Blut spenden in Österreich und in Deutschland wurde vor wenigen Jahren im Gegensatz dazu die Altersgrenze aufgehoben. In der Schweiz gilt zudem ein Mindestgewicht von 50 KG.

Aufgrund erhöhter Übertragungsgefahr von Krankheiten wie HIV oder Hepatitis C dürfen Menschen mit Tätowierungen und Piercings kein Blut spenden, wenn das Piercing oder das Tätowieren noch jünger als vier Monate alt ist. Zudem dürfen auch Drogenabhängige kein Blut spenden. Auch wer in den letzten sechs Monaten sich in den Tropen aufgehalten hat, darf kein Blut spenden.

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Frank Müller

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