Grippewelle 2016: Wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte

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Die Grippewelle nimmt in Deutschland langsam an Fahrt auf. Daher rufen Experten und Mediziner zur Grippeschutzimpfung auf. Doch nicht jeder kann und sollte sich gegen die Influenza impfen lassen. Zudem gibt es inzwischen zwei Impfstoffe, die auch unterschiedliche Gefahren bergen.

Im Herbst jeden Jahres beginnt bekanntlich die jährliche Grippesaison. Mediziner rufen dann besonders ältere Menschen und Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr auf, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. In Deutschland gibt es auch in diesem Jahr wieder zwei Impfstoffe. Beide bergen ein gewisses Maß an Risiko, dass sollten Patienten wissen bevor sie zum Arzt gehen.

21 Millionen Impfdosen

Die Grippeviren kommen jedes Jahr im Herbst nach Deutschland, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Viren kommen jedes Jahr wieder zur gleichen Zeit, somit können sich Ärzte und Medizinzentren jedes Jahr auf ihr Erscheinen im Herbst vorbereiten. Allein in diesem Jahr hat das Paul- Ehrlich- Institut 21 Millionen Impfdosen für diese Saison zur Verfügung gestellt.

Somit kann sich mindestens jeder vierte Bundesbürger gegen die Grippe impfen lassen. Seit der Grippesaison 2012 – 2013 gibt es zwei verschiedene Impfstoffe. Neu hinzugekommen ist der Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Dieser Impfstoff enthält abgeschwächte Grippeviren und ist für Kinder zwischen zwei und 17 Jahren geeignet.

Nebenwirkungen möglich

Der zweite Impfstoff ist der so genannte Totimpfstoff, er enthält abgetötete Virus- Varianten. Dieser Impfstoff wird mit der Spritze verabreicht. Dieser kann allerdings zu lokalen Reaktionen bei den Patienten führen. So kann die Einstichstelle anschwellen und es kann zudem eine Rötung auftreten. Einige Patienten klagen im Anschluss auch über Schmerzen im Arm.

Außerdem klagen sie auch über Krankheitssymptome wie bei einer Erkältung: Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Fieber und Frösteln können auftreten. In den meisten Fällen klingen diese Symptome aber nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Nach aktuellen Angaben des Berliner Robert- Koch- Instituts ist der saisonale Impfstoff allerdings in der Regel gut verträglich.

Bei Infektion nicht impfen lassen

Ausgenommen hiervon sind nur Menschen die allergisch auf Hühnereiweiß reagieren. Diese Menschen sollten sich nicht mit dem normalen Impfstoff impfen lassen. Da die Viren in Hühnereiern kultiviert werden, kann der Impfstoff dann allergische Reaktionen hervorrufen. Für diese Menschen gibt es jedes Jahr einen Impfstoff der in Zellkulturen angelegt wurde und ist somit frei von Hühnereiweiß.

Auch sollten sich Menschen nicht gegen Influenza impfen lassen, wenn sie derzeitig an einer Infektion leiden oder Fieber über 38,5 Grad Celsius haben. Dann sollte die Grippeschutzimpfung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Doch auch der Impfstoff der durch das Nasenspray verabreicht wird, kann zu Nebenwirkungen führen.

Nicht alle dürfen geimpft werden

Auch hier kann es nach der Impfung zu Symptomen wie bei einer Erkältung kommen. Außerdem kann der Impfstoff zu einer verstopften Nase, Kopfschmerzen oder Appetitlosigkeit führen. Mindestens einer von zehn Geimpften entwickelt eine oder mehrere Nebenwirkungen. Da dieser Impfstoff abgeschwächte Viren enthält, eignet er sich nicht für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Denn gerade bei diesen Menschen besteht die Gefahr einer Ansteckung. So ist der Impfstoff nicht für Menschen mit Asthma, für Kinder unter 24 Monaten und Menschen mit einer Salicylat- Therapie geeignet. Gerade für diese Personengruppen fehlen klinische Daten oder aber es worden schwerer Nebenwirkungen beobachtet.

Geimpfte haben geringeres Risiko an Grippe zu erkranken

Unabhängig von dem Impfstoff gibt das RKI zu bedenken, dass durch eine Grippeschutzimpfung trotzdem die Möglichkeit besteht, an einer Grippe zu erkranken. So bietet die Impfung auf keinen Fall einen 100 prozentigen Schutz. Daher kann es auch bei den Geimpften zu einer Erkrankung kommen. Die Veränderung des Erbgutes des Virus ist hierfür der Grund.

Daher kann es auch vorkommen, dass der Impfstoff nicht mit den tatsächlich auftretenden Viren übereinstimmt, was wiederrum die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung herabsetzt. Das wird in Fachkreisen dann missmatch genannt, also eine Art Ungleichgewicht. Aber dennoch haben geimpfte Menschen ein geringeres Risiko an der Grippe zu erkranken.

Ansteckungsrisiko weiter vermindern

So erkranken lediglich 20 Prozent der Geimpften an der Grippe oder an einem grippalen Infekt und bei den meisten Menschen ist der Krankheitsverlauf abgeschwächt ohne schwere Komplikationen. Auf die Schutzwirkung sollte sich dennoch nicht ausschließlich verlassen werden. Das RKI rät zu weiteren persönlichen Maßnahmen um das Ansteckungsrisiko weiter zu vermindern.

Dazu zählen zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen und ein Sicherheitsabstand zu bereits erkranken Personen, wie es auf der Seite des Berliner Robert- Koch- Instituts heißt.

Über den Autor

Ronny Richert

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