Grippewelle 2015: Schon mehr als 3000 Menschen an Grippe erkrankt

G

Nun hat es Deutschland doch noch erwischt. Immer mehr Menschen hierzulande leiden unter der Grippe. In den letzten Wochen ist die Zahl der Infektionen auf gut 3400 angestiegen. Besonders hart scheint es den Südwesten erwischst zu haben. Im Gegensatz dazu bleibt der Norden bis jetzt von der Grippewelle verschont.

Schon eigentlich seit Oktober letzten Jahres warnen Mediziner und Forscher vor der aktuellen Grippewelle. Bis jetzt waren allerdings nur wenige Erkrankungen gemeldet worden. Doch nun scheint die Grippewelle Deutschland fest im Griff zu haben. In den letzten Wochen wurden mehr als 3000 Infektionen gemeldet, doch dies könnte nur der Anfang sein.

Risikogruppen sollten sich Impfen lassen

Droht nun Deutschland eine große Grippewelle? Die Zeichen dafür stehen leider sehr gut, denn in den letzten Wochen meldeten Mediziner aus ganz Deutschland mehr als 3000 Infektionen. Besonders stark betroffen scheint der Südwesten Deutschlands zu sein. Im Gegensatz dazu gibt es in dem Bundesland Mecklenburg- Vorpommern so gut wie keine Infektionen.

Auch jetzt noch rufen Experten Risikogruppen auf, sich gegen die Grippe impfen zu lassen: Zu den Risikogruppen zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie vor allem ältere Leute über 60 Jahre, aber auch Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal sollte sich gegen die Grippe impfen lassen.

In Baden- Württemberg schon mehr als 600 Infektionen

Wie das Berliner Robert- Koch- Institut in dieser Woche erklärte, sind in ganz Deutschland in den vergangenen Wochen gut 3400 Infektionen gemeldet worden. In den Bundesländern Rheinland- Pfalz und Saarland waren es dem Institut zufolge 160 Infektionen. In dem Bundesland Baden- Württemberg haben sich die Infektionen innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt.

So registrierte das Robert- Koch- Institut hier bis zum 25. Januar mindestens 300 Fälle, eine Woche später waren es dann schon 624 Infektionen. Eine Sprecherin des Berliner Instituts erklärte in einer aktuellen Stellungnahme, dass in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Grippe- Infektionen zu verzeichnen ist.

Auch in Bayern viele Grippe- Infektionen

Dies ist der Beginn der aktuellen Grippewelle, so die Sprecherin in dem Interview weiter. In den beiden norddeutschen Bundesländern Hamburg und Schleswig- Holstein worden im Gegensatz zu Baden- Württemberg vergleichsweise wenige Grippe- Infektionen gemeldet. Das Gesundheitsministerium in Kiel erhielt in dieser Woche gerade Mal zwei Meldungen über Grippe- Infektionen. In den letzten vier Wochen waren es auch nur 95 Infektionen.

Anzeichen einer Grippe sind die laufende Nase, Hustenreiz und fast immer schmerzen auch die Glieder. Besonders schlimm scheint es neben Baden- Württemberg auch den Freistaat Bayern erwischt zu haben. Bis zum 25. Januar waren es noch gut 400 Grippe- Infektionen, eine Woche später waren bereits 782 Influenzafälle.

Nicht ins Gesicht fassen

Man kann sich aber trotzdem vor der Grippe schützen. So kann man sich zum Beispiel warm anziehen, denn wenn man friert wird die körpereigene Abwehr geschwächt. Zudem sollte man Räume regelmäßig lüften, damit die Zahl der infektiösen Vieren geschwächt wird. Auch sollte der Kontakt zu erkrankten Personen gemieden werden und auch regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist wichtig.

Besonders wichtig: Nicht mit den Händen in das Gesicht fassen. Denn Grippeviren greifen gern die Schleimhäute an. Über die Nase und die Augen können die Viren sehr schnell in den Körper gelangen. Zudem sollte man auch viel trinken, am besten sind Wasser und Tee. Hat es einen dann doch erwischt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen, denn eine Grippe kann sehr gefährlich werden.

Impfung schützt nicht 100 prozentig

Aber auch alte Hausmittel wie zum Beispiel Wadenwickel helfen das Fieber zu senken. Antibiotika sind allerdings nutzlos, denn bei den Grippeerregern handelt es sich um Viren, nicht um Bakterien. Zudem betonen Experten dass die Grippewelle in diesem Jahr deutlich stärker ausfällt als in der letzten Saison.

Sie ist etwa mit der Grippesaison 2012/2013 zu vergleichen. Wie lange die Grippewelle noch andauert kann nicht vorhergesagt werden, aber in der Regel dauert sie meistens bis Mitte April. Selbst eine Impfung schützt nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion. Zwar kann es dann immer noch zu einer Grippe- Infektion kommen, aber diese verläuft dann deutlich schwächer als ohne Impfung.

Über den Autor

Schreiben sie einen Kommentar

Beliebte News