Grippewelle 2015: Bereits 40.000 Erkrankte- Höhepunkt überstanden

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Der Höhepunkt der diesjährigen Grippesaison scheint erreicht. Zwar erkrankten noch immer 12.000 Menschen in der vergangenen Woche an Grippe, aber die Arztbesuche nahmen nicht weiter zu. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Freitag dieser Woche mit. Allerdings rechnen Experten mit mehr Grippetoten als in den letzten Jahren.

Zwar scheint der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle erreicht, aber dennoch infizieren sich immer noch tausende Menschen in Deutschland mit dem Grippe- Virus. Allein in der vergangenen Woche erkrankten laut dem Berliner Robert- Koch- Institut 12.000 Menschen. Das Berliner Institut hofft jetzt auf sinkende Erkrankungszahlen.

Somit haben sich bis zum heutigen Tag gut 40.000 Menschen in der laufenden Grippesaison mit dem Grippe- Virus angesteckt, wie das Robert- Koch- Institut weiter mitteilte. Allein vom 23.2. bis zum 1.3. sind der Arbeitsgemeinschaft Influenza zufolge 12.000 Menschen an Grippe erkrankt, wie es am vergangenen Mittwoch hieß.

Süden und Osten am stärksten betroffen

Allerdings stiegen die Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen in der letzten Woche nicht weiter an. Den Experten zufolge ist diese Entwicklung ein klarer Hinweis darauf, dass der Höhepunkt der diesjährigen Grippesaison erreicht sein könnte. Die meisten Neuerkrankungen gab es mit 4500 Fällen in Süddeutschland und mit 4300 Fällen in Ostdeutschland.

Doch nicht nur die Gesundheit leidet unter der Grippewelle, auch die Wirtschaft könnte einen erheblichen Schaden davontragen. Wie Forscher aus der Wirtschaft ermittelt haben wollen, könnte der Schaden durch die Grippewelle bei 2,2 Milliarden Euro liegen. Als Folge der vielen Grippeerkrankten könnte das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent sinken.

Fünf Tage Fehlzeit pro Arbeitnehmer

Bei den Berechnungen sind die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass gut 20 Prozent der Bevölkerung an Grippe erkrankt ist. Die Forscher haben dabei fünf Tage Fehlzeit pro Arbeitnehmer angenommen. Bei der letzten Grippewelle hat die Quote der Erkrankten bei gut 25 Prozent gelesen.

Durch die aktuellen Berechnungen muss die Konjunkturprognose somit unter Umständen noch korrigiert werden. Für 2015 wird derzeitig von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Würde sich jedoch die ganze Bevölkerung gegen Grippe impfen lassen, könnte die Hälfte des Schadens vermieden werden.

Eine der schwersten Grippewellen der letzten Jahre

Das hätte während dieser Grippesaison allerdings auch nichts genützt, da der Impfstoff in diesem Jahr nicht richtig wirkt. Zudem rechnen Experten damit, dass es mehr Tote durch die aktuelle Grippesaison geben könnte, als sonst üblich. Grund dafür sind die hohen Erkrankungszahlen. Die diesjährige Grippe- Saison gehört zu den schwersten der letzten Jahre.

Bei ähnlichen Grippe- Wellen gab es bisher geschätzte 20.000 Grippetote. Für eine Prognose für dieses Jahr ist es aber bis jetzt noch zu früh, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza, am Freitag dieser Woche erklärte.

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Frank Müller

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