Grippewelle 2014: Die Hausmittel helfen gegen Grippesymptome

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Die Grippewelle kommt Deutschland immer näher. Zahlreiche Menschen leiden schon jetzt an den gängigsten Symptomen. Wie verraten ihnen welche Hausmittel gegen Husten, Schnupfen und Kopfweh helfen.

Der Herbst kommt Deutschland mit Riesenschritten entgegen. Herbst heißt aber auch Erkältungszeit und viele von uns kränkeln jetzt schon rum. Doch es gibt zahlreiche Hausmittel gegen Erkältungen, wir sagen ihnen, welche wirklich helfen.

Da gibt es Hühnersuppe, Kräutertee oder Gurgeln. Besonders bei einer Erkältung setzen Deutsche auf alte bewährte Hausmittel. Auch Ärzte empfehlen ihren Patienten bei Husten und Schnupfen auf diese Mittel zurückzugreifen.

Nicht gleich zu Medikamenten greifen

Eine Erkältung kündigt sich oft durch Halskratzen und eine verstopfte Nase an. Wenig später fängt auch der Kopf anzubrummen und der ganze Körper fühlt sich schwer an wie Blei. Infekte dieser Art dauern in der Regel eine gute Woche. Sie sind zwar unangenehm, aber meistens auch harmlos.

Daher sollte man nicht bei dem kleinsten Schnupfen zu Medikamenten greifen, weil sie oft nur die Symptome unterdrücken, wie zum Beispiel Aspirin Komplex. Hier gibt es eine gute Faustregel mit Arzt dauert eine Erkältung sieben Tage ohne Arzt eine Woche.

Hühnerbrühe enthält Eiweißbausteine

Viele Deutsche schwören während einer Erkältung auf Zwiebelsäckchen, Hühnersuppe, Gurgeln oder Dampfbäder. Heilen können diese Hausmittel die Virusinfektion nicht, aber sie können die Symptome lindern und den Körper unterstützen. Einige Beschwerden lassen sich so besser ertragen.

Aktuellen Untersuchungen zufolge soll Hühnerbrühe wirklich wirken. Denn in der Suppe befinden sich Eiweißbausteine wie Cystein, die Entzündungshemmend wirken und die Schleimhäute abschwellen lassen. Dies bestätigt sogar die Stiftung Warentest.

Studien mit Vorsicht zu genießen

Doch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen sehen solche Studien eher skeptisch. Die Methoden dieser Studien sind eher zweifelhaft, so das Institut.

So wird einem erkälteten Menschen für einige Tage Hühnerbrühe verabreicht und nach ein paar Tagen werden sie gefragt, wie es ihnen geht. Natürlich geht es ihnen besser, aber das liegt nicht an der Hühnersuppe. Daher sind Studien dieser Art mit Vorsicht zu genießen.

Feuchte Schleimhäute schützen vor neuen Eindringlingen

Wirklich wissenschaftliche Studien gibt es nicht, dennoch kann Hühnersuppe nicht schlecht sein, immerhin enthält sie Mineralien, die man bei erhöhter Temperatur und durchs Schwitzen verliert. Eines haben fast alle Hausmittel gemeinsam: Sie ersetzen die Flüssigkeit, die man durch das Schwitzen verliert.

Zudem befeuchten sie die Schleimhäute, damit diese sich gegen Eindringlinge verteidigen können. Durch die Wärme kurbeln sie auch die Durchblutung an. Wärme erleichtert dem Körper die Temperatur zu erhöhen, was den Kampf gegen Vieren unterstützt.

Kamille wirkt austrocknend

Auch ein Dampfbad kann helfen die Symptome zu lindern, besonders bei Schnupfen und Husten. Salbei unterstützt zudem die Schleimhautoberfläche. Doch man sollte nicht irgendeinen Zusatz ins Wasser kippen, dies richtet sich nach den Symptomen.

Thymian ist am besten bei Hustenreiz, Kamille wirkt hingegen austrocknend, was bei trockenem Husten genau das falsche wäre. In diesem Fall sollte man Kochsalz oder Salbei hinzufügen.

Ätherische Öle nicht im Gesicht von Kleinkindern

Bei schleimigen Husten wäre Efeu- Extrakt genau das Richtige. Sobald das Gebräu nach dem Dampfbad abgekühlt ist, kann es noch zum Gurgeln verwendet werden. So wird der Rachen feucht gehalten und die Öle gelangen auch auf die Schleimhautoberfläche.

Mentholzusätze sollten allerdings auf Tuch gegeben werden, dass dann vor die Nase gehalten wird. Ätherische Öle wie zum Beispiel Kampfer oder Menthol dürfen nicht im Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden. Das kann zu allergischen Reaktionen wie Krämpfen oder Herzstillstand führen.

Bei Fieber den Arzt aufsuchen

Gerade weil die Schleimhäute durch die Wärme besser durchblutete werden, läuft mehr Sekret aus der Nase. Durch das Sekret wird der Körper kranke befallene Zellen los. Bei starken Halsschmerzen helfen Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Paracetemol. Für den klassischen Effekt sind Brühe oder Tees die richtige Wahl.

An ihre Grenzen stoßen die Hausmittel allerdings, wenn nach wenigen Tagen Fieber hinzukommt und der Betroffene sich deutlich schlechter fühlt. Dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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