Fairlife: Was die neue Super- Milch von Coca- Cola wirklich taugt

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Coca- Cola bringt jetzt in den USA die „Super- Milch“ auf den Markt, sie soll gesundheitsbewusste Amerikaner animieren wieder mehr Milch zu kaufen, da sie 30 Prozent mehr Calcium und 50 Prozent weniger Kalorien enthält. Aber ist die neue Milch wirklich so viel besser als herkömmliche Milch?

Denkt man an das US- amerikanische Unternehmen Coca- Cola, ist der erste Gedanke meistens gleich ungesunde Getränke wie Cola. Doch gerade dieses Unternehmen will jetzt etwas für die Gesundheit tun, zumindest in den USA. So bringt das Unternehmen eine neue Milch auf den Markt, die gesünder sein soll, als die herkömmliche Milch.

Fairlife, so der Name der neuen „Supermilch“ enthält 30 Prozent mehr Calcium und 50 Prozent weniger Zucker, als die herkömmliche Milch. Doch warum so eine Milch? Ganz einfach: Die neue Milch soll gesundheitsbewusste Amerikaner dazu animieren wieder mehr Milch zu kaufen.

Die Vorurteile der 1960er Jahre

Aktuellen Zahlen zufolge soll der Absatz von Milch und Milchprodukten in den vergangenen zehn Jahren um acht Prozent gesunken sein. Dabei hatte Milch eine ganze Zeit ein sehr gutes Image in den USA und auch in unseren Breiten war Milch sehr lange sehr beliebt. Gerade in den 1960er Jahren war sie sehr beliebt, immerhin enthält sie Calcium, Proteine Jod und Vitamine.

Doch Milch enthält auch Laktose, was nicht jeder Mensch verträgt, so kam es bei vielen Menschen zu Verdauungsstörungen. Zudem gab es auch immer mehr Gerüchte, dass Milch auch schädlich sein kann. Immerhin wurde ein übermäßiger Genuss von Milch mit Osteoporose, Diabetes und auch Krebs in Verbindung gebracht.

Calcium wichtig für den Körper

Doch selbst Experten, die sich sehr gut mit dem Thema Milch auskennen, würden die neue Milch von Coca- Cola nicht kaufen, aber warum, wenn sie so viel gesünder ist? Ganz einfach: Milch ist gut so wie sie ist und wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, braucht auch keine optimierten Lebensmittel.

Außerdem erklären Mediziner und Wissenschaftler immer wieder, dass es kein ernstzunehmendes Argument gegen den Verzehr von Milch gibt. Zudem liefert Milch viele wichtige Nährstoffe und enthält dabei sehr wenige Kalorien. Schon 250 bis 300 Milliliter Milch decken 50 Prozent des Tagesbedarfs an Calcium. Außerdem enthält Milch wichtige Vitamine wie B2, B6 und B12.

Laktose in früher Kindheit wichtig

Im Gegensatz zu früher weiß man heute auch, dass Milch das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes senkt. Auch gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass übermäßiger Milchkonsum zu Krebserkrankungen führen kann. Ganz im Gegenteil vor Brustkrebs und Dickdarmkrebs kann Milch sogar schützen.

Laktose, also der Milchzucker ist auch in der frühen Kindheit wichtig für die Reifung des Gehirns und des Wachstums. Aber auch für das Knochenwachstum ist Milch unerlässlich. Eigentlich ist Milch aber nicht für Erwachsene gemacht, denn im Säuglings- und Kindesalter produziert der Körper das Enzym Laktase.

75 Prozent der Mensch können keine Milch pur trinken

Es spaltet den Milchzucker und bereitet die Verdauung vor. In einem Alter von sieben bis acht Jahren hört der Körper allerdings auf, dieses Enzym zu bilden. Gelangt der Milchzucker dann in den Darm, wird er dort von Bakterien versetzt, was zu Blähungen, Übelkeit und zu Durchfall führen kann.

Gerade mal 25 Prozent der Weltbevölkerung können Milch ohne Nebenwirkungen pur trinken. Und genau dies macht sich die neue Milch von Coca- Cola zu nutze. Denn für Menschen die Laktose nicht vertragen, ist die Milch gut geeignet. Allerdings vertragen diese Menschen auch gut Joghurt und Käse, da dort weniger Laktose enthalten ist. Sonst gibt es keine Vorteile im Gegensatz zur normalen Milch.

Über den Autor

Frank Müller

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