Elektronische Gesundheitskarte ist endgültig Pflicht

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Die elektronische Gesundheitskarte ist nun seit mehreren Tagen endgültig Pflicht. Bis zum 31.12.2014 galt eine Übergangregelung: Nun akzeptieren die Ärzte nur noch die neue Karte. Wer sie nicht binnen von 10 Tagen vorlegt, muss die Behandlung und die Medikamente aus eigener Tasche zahlen.

Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon im Jahr 2006 in Deutschland eingeführt werden. Doch die Angst der Versicherten vor Datenmissbrauch verschob die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte immer wieder. Ab diesem Jahr ist sie Pflicht, wer ohne sie eine Arztbehandlung möchte, muss unter Umständen die Rechnung aus eigener Tasche zahlen.

Krankenkasse kontaktieren

Zwar war die elektronische Gesundheitskarte auch im vergangenen Jahr Pflicht, aber im letzten Jahr galt noch eine Übergangsfrist. Im letzten Jahr akzeptierten die Mediziner noch die alte Versicherungskarte, doch damit ist jetzt Schluss: Seit dem ersten Januar ist nur noch die elektronische Gesundheitskarte gültig, darauf weist auch die deutsche Bundesregierung hin.

Wer bis jetzt noch immer keine elektronische Gesundheitskarte hat, sollte sich auf dem schnellsten Wege mit seiner gesetzlichen Krankenkasse in Verbindung setzen. Denn wer einen Arzt aufsucht und die elektronische Gesundheitskarte nicht binnen von zehn Tagen vorlegen kann, muss die entstandenen Kosten aus eigener Tasche zahlen.

Missbrauch vorbeugen

Dies gilt natürlich auch für die Medikamente und die können je nach Krankheit sehr teuer werden. Die elektronische Gesundheitskarte hat zur bisherigen Gesundheitskarte einige Vorzüge: Auf ihr werden jetzt Stammdaten wie Adresse, Alter, Name und Krankenversicherung gespeichert. Dies war auch schon auf der alten Karte so, neu ist hingegen das Geschlecht und ein Foto des Inhabers auf der Karte gespeichert werden.

Die soll Verwechselungen und Missbrauch der elektronischen Gesundheitskarte vorbeugen. Lediglich Menschen die nicht aktiv an einem Foto mitwirken können, brauchen kein Foto auf der neuen Karte. Dies betrifft in erster Linie bettlägerige Menschen. In Zukunft sollen auf der elektronischen Gesundheitskarte auch Notfalldaten und Arztbriefe gespeichert werden.

Erlaubnis erforderlich

Allerdings muss der Versicherte dafür im Vorfeld eine Erlaubnis unterschreiben. Die neuen Anwendungsbereiche der elektronischen Gesundheitskarte sollen im Vorfeld in einzelnen Gebieten Deutschlands getestet werden.

Diese Testphase soll den aktuellen Angaben zufolge maximal zwei Jahre andauern, dann sollen die technischen Voraussetzungen geschaffen sein, um die besagten Anwendungen auch in ganz Deutschland zu nutzen.

Über den Autor

Matthias Thomgu

Hallo, ich bin Matthias Thomgu und bin hier für das Thema Krankenversicherung und Forschung zuständig. Bei Fragen zu meinen Artikeln dürfen sie mir gern eine Mail schreiben, welche ich so schnell wie möglich beantworten werde.

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