Eingefroren und aufgetaut? Alle Regeln bei Fleisch- und Fischprodukten

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Ist frisches Fleisch im Supermarkt auch immer frisch oder ist es nur aufgetaut? Das fragen sich viele Verbraucher beim täglichen Einkauf. Zwar muss aufgetautes Fleisch vom Hersteller gekennzeichnet werden. Allerdings gibt es hier auch viele Ausnahmen, die vom Verbraucher nicht immer leicht zu erkennen sind.

Zwar kann man Fleischwaren einfrieren und wieder auftauen, allerdings sollte es vermieden werden Fleischwaren mehrfach einzufrieren und wieder aufzutauen. Im Handel frei verkäufliches Fleisch muss hingegen gekennzeichnet sein, wenn es bereits schon einmal eingefroren und wieder aufgetaut wurde. Für die meisten Verbraucher ist das aber nicht oft einfach zu erkennen.

Denn ob Fleischwaren schon einmal eingefroren waren, ist nicht für jeden Verbraucher einfach zu erkennen. So muss der Hinweis „aufgetaut“ nur dann klar auf der Ware aufgedruckt sein, wenn durch das Einfrieren und Auftauen die weitere Verwendung eingeschränkt ist. Dies bestätigte auch die Verbraucherzentrale Sachen in einem Bericht.

Kennzeichnung nicht immer notwendig

Dies kann in der Regel den Geschmack, die Sicherheit oder aber die Beschaffenheit betreffen, wie es von der Verbraucherzentrale weiter heißt. Bei Butter zum Beispiel wird es solche Auswirkungen nicht geben, darum wird man so einen Hinweis auch nie auf einem Stück Butter finden.

Zudem bezieht sich die Kennzeichnungspflicht auch auf das Produkt selbst, wie es in dem aktuellen Bericht der Verbraucherzentrale des Bundeslandes Sachsen weiter heißt. Wird aufgetautes Fleisch zum Beispiel im Anschluss mariniert oder zerkleinert, ist der Hinweis ebenfalls nicht notwendig.

Sushi muss 24 Stunden eingefroren werden

Unverpacktes Fleisch hingegen oder auch Gehacktes oder Fleischzubereitungen, die nach ihrer Herstellung eingefroren worden sind, dürfen im aufgetauten oder teilweise aufgetauten Zustand nur verkauft werden, wenn sich ein Hinweis auf der Ware befindet, dass das Fleisch nach der Produktion eingefroren wurde.

Wird das Fleisch allerdings im Anschluss noch weiter verarbeitet, muss dieser Hinweis nicht auf der Ware angebracht werden. Geflügelfleisch, egal ob an der Theke oder verpackt, darf im Vorfeld nicht eingefroren werden. Bei Fisch hingegen müssen bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Sushi, zum Schutz vor Parasiten mindestens 24 Stunden eingefroren werden.

Verordnung mit vielen Ausnahmen

Diese Maßnahme müssen Verbraucher aber nicht zwangsläufig erfahren. Andere Fischprodukte werden aus logischen und nicht aus gesundheitlichen Gründen tiefgefroren transportiert. Allerdings muss dies auch auf der Ware gekennzeichnet werden, wie es zum Abschluss in dem Bericht der Verbraucherzentrale heißt.

Zwar gilt die Verordnung der Europäischen Union seit dem 13. Dezember des vergangenen Jahres. Allerdings gibt es, wie bei so vielen anderen Regelungen auch hier einige Ausnahmen. So gilt die Anordnung nicht für: Zutaten die im Enderzeugnis enthalten sind, Lebensmittel, bei denen das Einfrieren ein technologischer notwendiger Schritt bei der Herstellung ist und bei Lebensmittel, bei denen das Auftauen keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit und Qualität der Lebensmittel hat.

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