Ebola- Impfstoff: Wissenschaftler befürchten Scheitern von Ebola-Impfstudien

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In den kommenden Wochen sollen die ersten Studien zum Ebola- Impfstoff im Westen Afrikas beginnen. Doch derzeitig infizieren sich immer weniger Menschen mit dem Virus, was die Testergebnisse verfälschen könnte, doch die Wissenschaftler lassen sich nicht entmutigen und denken über Alternativen nach.

Das Thema Ebola beschäftigt die Medien schon seit einigen Monaten. In der Zwischenzeit berichten Medien dass der Ebola- Virus im Westen Afrikas immer weiter zurückgedrängt wird. So stecken sich immer weniger Menschen mit dem tödlichen Virus an. Dies spielt der in Kürze beginnenden Impfstudie nicht gerade in die Karten. Aktuellen Medieninformationen zufolge zweifeln allerdings selbst die Hersteller am Erfolg der Studien.

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet, geht die Zahl der Ebola- Neuinfektionen in Westafrika immer weiter zurück. Diese Nachricht kommt allerdings zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, denn in den kommenden Wochen sollen große Studien zum Ebola- Impfstoff anlaufen. Doch in der Zwischenzeit stellen sich viele Experten die Frage, ob es überhaupt zu aussagekräftigen Ergebnissen kommen wird.

Impfstoff könnte Epidemie beenden

Die Studien sollen herausfinden, wie viele geimpfte Menschen im Gegensatz zu ungeimpften Menschen sich mit Ebola anstecken. Da sich aber immer weniger Menschen im Westen Afrika mit dem Virus anstecken, wird es schwer einen solchen Unterschied nachzuweisen. Darum ist es zum jetzigen Zeitpunkt unerlässlich, dass die Studien endlich anlaufen.

So würden es sich die Wissenschaftler wohl nie verzeihen, wenn sie es jetzt nicht schaffen würden, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Selbst wenn die Neuinfektionen in den kommenden Wochen weiter sinken, könnte unter Umständen nur ein wirksamer Impfstoff die Epidemie endgültig beenden. Doch die Pharmaunternehmen bezweifeln in der Zwischenzeit, dass ein Wirksamkeitsnachweis mit diesen Studien gelingen kann.

Über Alternativen nachdenken

„Wir arbeiten parallel“, erklärte ein Sprecher des Pharmaunternehmens Merck, die für die Herstellung der Impfstoffe zuständig sind, in einem aktuellen Interview mit dem Magazin „Spiegel“. Einerseits denkt das Unternehmen darüber nach, die Studien so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen, andererseits wird über Alternativen nachgedacht, falls die Infektionszahlen weiter sinken.

So wäre es durchaus denkbar die Ergebnisse mehrere Studien miteinander zu kombinieren, so der Sprecher in dem Interview weiter. Oder man kehrt zum Konzept des Prüfungsverfahrens der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zurück, das „Animal Rule“ lautet und eigentlich die Ebola- Impfstoffe entwickeln wollte.

Bereits 21.000 Infizierte

Bei diesem Verfahren wird die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Primaten nachgewiesen und dann gezeigt, dass die Immunreaktion des Menschen auf den Impfstoff derjenigen der Tiere gleicht. Diese Daten ließen sich dabei auch gut mit den Studienergebnissen aus Seuchengebieten kombinieren.

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte, haben sich in der Zwischenzeit mehr als 21.000 Menschen im Westen Afrikas mit dem Virus infiziert und mehr als 8400 sind bereits an dem tödlichen Ebola- Virus gestorben. Am stärksten betroffen sind die westafrikanischen Länder Sierra Leone, Liberia und Guinea.

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Marion Star

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