DRK Spenden: DRK beklagt Rückgang von Spenden um 50 Prozent

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Das Deutsche Rote Kreuz hat mit deutlich weniger Spenden in diesem Jahr zu kämpfen. Der Präsident des DRK spricht von 30 bis 35 Millionen Euro weniger. Der Grund dafür könnte sein, dass die meisten humanitären Katastrophen in diesem Jahr menschengemacht waren.

Das Deutsche Rote Kreuz lebt in erster Linie von Spenden. Doch trotz brandaktuellen Themen wie Ebola und Flüchlingswellen gehen die Einnahmen des Deutschen Roten Kreuzes aktuell immer weiter zurück. In einem aktuellen Interview erklärte ein Sprecher, dass sich die Einnahmen im Vergleich zum Jahr zuvor sogar halbiert hätten.

Im vergangenen Jahr lagen die Einnahmen durch Spenden laut des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Rodolf Seiters, bei genau 67,4 Millionen Euro. Das erklärte der Präsident in einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung „Welt am Sonntag“. In dem laufenden Jahr werden es gut 30 bis 35 Millionen Euro weniger sein, wie er weiter betonte.

Angst vor Ansteckung

Besonders enttäuscht ist der Präsident über Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung im Kampf gegen das Ebola- Virus. Für den Kampf gegen das Virus in Westafrika hat die Hilfsorganisation gerade mal 1,2 Millionen Euro an privaten Spenden einsammeln können, so der Präsident weiter.

Ein Grund dafür konnte unter Umständen Angst vor eine Ansteckung sein. Nur wenige Journalisten berichten aus der Region, aber die Menschen tragen Schutzkleidung, um einer Ansteckung zu entgehen, betont der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in dem Interview weiter.

Für menschengemachte Katastrophen wird weniger gespendet

Zudem gibt es keine anrührenden Bilder aus der Katastrophen- Region. In Regel ist es nun mal so, wenn die Menschen nicht emotional berührt sind, spenden sie auch nicht. Eine weitere Ursache der negativen Spendenbilanz könnte aber auch sein, so der Präsident des DRK, dass einige der humanitären Katastrophen in diesem Jahr menschengemacht waren.

So wird für Menschen in Bürgerkriegsregionen weniger gespendet, als für Menschen die einer Naturkatastrophe zum Opfer fallen, betont der Präsident zum Abschluss des aktuellen Interviews.

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Frank Müller

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