Depressionen im Alter: Wie sie Angehörigen helfen können

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Depressionen sind im Alter besonders gefährlich. Weil sie nicht selten mit einer Demenz verwechselt werden. Daher brauchen Erkrankte gerade dann Unterstützung von ihren Familienangehörigen. Angehörige sollten sich aber vorher gut über Depressionen im Alter erkundigen um nicht falsche Schlüsse zu ziehen.

Nicht nur junge Menschen haben im Laufe ihres Lebens mit Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen zu kämpfen. Auch im Alter sind Depressionen nicht zu unterschätzen. Besonders im Alter brauchen Menschen bei Depressionen Hilfe von ihrer Familie. Doch was können Angehörige tun bzw. wie sollten sie sich verhalten?

Bei Therapiesuche helfen

Sind Menschen im Alter depressiv brauchen sie gleich doppelt Hilfe. Die Familie muss dann unterstützend zur Seite stehen, damit sich die Betroffenen aus der Depression wieder befreien können. So können Angehörige mit ihrem Familienmitglied einen Spaziergang unternehmen und darauf achten dass der Betroffene nicht seine Körperhygiene vernachlässigt.

Außerdem sollten sie dem Betroffenen anbieten, ihm bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten zu helfen. Im Gegensatz zu jüngeren Menschen können Depressionen bei älteren Menschen doppelt gefährlich sein. Sie ziehen sich zurück, verbringen die meiste Zeit im Bett und Essen und Trinken zu wenig, wodurch sie schnell an Kraft verlieren.

Depressionen sind gut behandelbar

Ältere Menschen sind außerdem stärker gefährdet einen Suizid zu begehen, wobei Depressionen einen großen Risikofaktor darstellen. Auch ist es bei älteren Menschen viel schwerer eine Depression festzustellen. Die Symptome werden nicht selten mit einer Demenz verwechselt. Das gilt zum Beispiel auch für Sprachhemmungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.

Wie bei jüngeren Erwachsenen auch, ist selbst bei älteren Menschen eine Depression gut durch Medikamente behandelbar. Aber auch eine Psychotherapie kann Besserung versprechen, bei den meisten Hilft aber eine Kombination aus beiden. Angehörige sollten aber auf keinen Fall ins Blaue diagnostizieren, sondern sich gut über das Thema informieren.

Depressionen können mehrere Wochen dauern

Eine Depression ist nicht nur für die Familienmitglieder schwer zu verstehen, sondern auch für den Erkrankten selbst. Je mehr man über Depressionen weiß, desto mehr kann man sich in die Lage des Erkrankten hineinversetzen und kann somit mehr Verständnis für ihn aufbringen. Auch der Austausch mit Menschen die ebenfalls ein depressives Familienmitglied haben kann helfen.

Wie lange eine Depression anhält ist dabei allerdings schwer zu sagen, bei einigen Menschen kann sie binnen weniger Tage verschwinden, bei anderen Menschen kann sie mehrere Wochen andauern. Haben ältere Menschen allerdings eine Depression, ist es wichtig, dem Erkrankten Mut zuzusprechen, dass er die Aufgaben des täglichen Lebens noch immer bewältigen kann.

Komplexe Aufgaben aufteilen

Doch gerade im Alltag brauchen ältere Menschen mit Depressionen deutlich mehr Hilfe: Je nachdem wie schwer die Depression ausgeprägt ist, können selbst Kleinigkeiten sehr schwer fallen. Wenn der Betroffene zum Beispiel nichts mehr im Haushalt macht, sollten Angehörige nicht denken, dass er es nicht mehr will.

Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass der Erkrankte im Moment dazu nicht in der Lage ist. Komplexe Aufgaben sollte man zudem in viele kleine Dinge unterteilen. Somit bleiben die Aufgaben des Erkrankten überschaubar und er kann sie sehr viel leichter umsetzen.

Über den Autor

Ronny Richert

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