DAK: Immer mehr Väter kümmern sich um den kranken Nachwuchs

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Die moderne Familienpolitik entfaltet immer mehr ihre Wirkung in Deutschland. So bleiben immer mehr Männer zu Hause, um sich um den kranken Nachwuchs zu kümmern. In den letzten fünf Jahren hat sich der Anteil der Väter, die sich um ihr krankes Kind kümmern, fast verdoppelt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen neuen und alten Bundesländern.

Wer Nachwuchs hat kennt das Problem, wenn der Sonnenschein einmal krank wird: Wer bleibt zu Hause und kümmert sie um das Kind. Früher war es fast immer so, dass die Mütter sich um ihren Nachwuchs gekümmert haben. Doch Zeiten ändern sich. In der Zwischenzeit bleiben immer mehr Männer zu Hause um sich um das Kind zu kümmern.

Allein in den letzten fünf Jahren hat sich ihr Anteil fast verdoppelt. Dies teilte die Deutsche Angestellten Krankenkasse in der Hansestadt Hamburg am Freitag der laufenden Woche mit. Ziemlich genau 90.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse reichten im vergangenen Jahr Anträge für das Kinderpflege- Krankengeld ein.

Anteil der Väter hat sich fast verdoppelt

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenkasse waren 20 Prozent der Antragsteller männlich. Im Jahr 2009 waren es hingegen noch gut 10 Prozent. Dies geht aus einer aktuellen Statistik der Krankenkasse hervor. Auch wenn noch immer mehr Frauen zu Hause bleiben, um das Kind zu hüten, zeigt die moderne Familienpolitik langsam Wirkung, so der Pressesprecher der Krankenkasse.

Allerdings gibt es auch deutlich Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. So kümmern sich die Väter in den neuen Bundesländern deutlich öfter um den Nachwuchs, als Väter in den alten Bundesländern. In Sachsen zum Beispiel betreuen gut 24 Prozent der Väter den Nachwuchs, in Rheinland- Pfalz sind es hingegen nur 13 Prozent.

Maximal 10 Tage pro Elternteil

Außerdem gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Flächenstaaten und Stadtstaaten wie Berlin oder Hamburg. In Berlin und Hamburg kümmern sich etwa 21 bzw. 20 Prozent der Väter um den kranken Nachwuchs, während es in dem Bundesland Nordrhein- Westfalen nur 15 Prozent der Väter sind, die sich um den kranken Nachwuchs kümmern.

Die gesetzlichen Krankenkassen springen ein, wenn Eltern wegen einem kranken Kind zu Hause bleiben müssen und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Pro Jahr und Kind gibt es 10 Tage von der Krankenkasse. Die Höhe des Kinderpflege- Krankengeldes richtet sich dabei nach der Höhe des Einkommens, ist aber grundsätzlich immer geringer als das eigentliche Einkommen.

90 Prozent vom Nettolohn

Das Kinderpflege- Krankengeld gibt es grundsätzlich aber nicht, solange ein Anspruch auf bezahlte Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber besteht. Zudem gibt es Kinderpflege- Krankengeld nur für Eltern mit einer Familienversicherung und das Kind darf das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die Höhe des Kinderpflege- Krankengeldes richtet sich wie gesagt nach der Höhe des Einkommens. Die Krankenkasse gewährt hier 90 Prozent des Nettolohns, allerdings maximal 96,25 Euro pro Tag. Pro Elternteil werden 10 Krankentage pro Kind und Jahr übernommen, bei Alleinerziehenden sind es maximal 20 Krankentage.

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Marion Star

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