Brustkrebs- Impfung zeigt sehr gute Erfolge in erster Studie

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US- amerikanische Wissenschaftler haben jetzt eine erste Impfung gegen Brustkrebs entwickelt. Den Ergebnisse der Studie zufolge scheint der Wirkstoff sehr gut anzuschlagen. Bei 50 Prozent der Patientinnen kam es nach 12 Monaten zu keinem weiteren Tumorwachstum. Zudem wurde die Impfung auch relativ gut vertragen.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsform bei Frauen, aus diesem Grund wird auch auf diesem Gebiet sehr viel geforscht. So haben Wissenschaftler aus den USA jetzt den ersten Impfstoff gegen Brustkrebs entwickelt und diesen jetzt auch zum ersten Mal erfolgreich getestet. Bei fast allen Probanden kam es zu keiner Weiterbildung der Tumore.

Die US- amerikanischen Wissenschaftler verabreichten im Rahmen der Studie 14 weiblichen Testpersonen die Impfung gegen Brustkrebs. Dieser Impfstoff sorgt dafür, dass der Körper die Krebszellen erkennt, die das Protein Mammaglobin-A bilden.

Leichte bis mittlere Nebenwirkungen

Das Protein wird zum einen von den Brustkrebszellen im Tumor und zum anderen in den Metastasen gebildet. Bei 80 Prozent der Fälle von Brustkrebs ist es im Gewebe zu finden, daher kommt die Impfung für einen sehr großen Teil der Patienten in Frage, wie die Wissenschaftler in einer aktuellen Pressemitteilung erklären.

Wie die Wissenschaftler in einem Bericht erklären, kam es bei der Phase-1- Studie zu leichten bis mittleren Reaktionen auf die neue Impfung gegen Brustkrebs. Nebenwirkungen auf die Impfung waren in erster Linie Druckempfindlichkeit, Hautausschlag und Symptome die einer Grippe ähneln.

Impfung direkt nach Diagnose

Schwere bis lebensbedrohliche Nebenwirkungen blieben hingegen komplett aus, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht weiter. Ein Jahr nach der Impfung worden die weiblichen Testpersonen ein weiteres Mal untersucht und bei 50 Prozent der Probanden war kein Fortschreiten der Tumorerkrankung festzustellen.

In der Kontrollgruppe kam es bei zwei von 12 Frauen zum Stillstand des Wachstums. Ob die Impfung wirklich hält was sie verspricht soll nun in größeren Studien ermittelt werden. Der beste Zeitpunkt für eine Impfung gegen Brustkrebs ist den Wissenschaftlern zufolge direkt nach der Diagnose.

500.000 Krebs- Diagnosen in Deutschland

Also noch vor einer eventuellen Operation oder Chemotherapie. Denn nur so ist das menschliche Immunsystem noch gut in der Lage Krebszellen zu erkennen und diese auch zu bekämpfen, wie es zum Abschluss der aktuellen Studie heißt, die auch im Fachmagazin „Clinical Cancer Research“ erschienen ist.

In Deutschland erkranken jedes Jahr mindestens 500.000 Menschen neu an Krebs. Bei Frauen ist die häufigste Krebsform Brustkrebs. Gut 75.000 Frauen erkranken jährlich neu an dieser Krebsform. Bei Männern ist es Prostatakrebs, hier erkranken jährlich 70.000 Männer an dieser Krebsform.

Neue Therapieformen gegen Brustkrebs

Brustkrebs ist der häufigste Tumor an der Brustdrüse des Menschen. Es sind fast nur Frauen von dieser Erkrankung betroffen, nur jede hundertste Diagnose trifft einen Mann. An Brustkrebs sterben auch mehr Frauen als an jeder anderen Krebserkrankung. Die meisten Erkrankungen treten zufällig auf. Dennoch gibt es erbliche wie auch erworbene Risikofaktoren.

Die Therapie besteht in der Regel aus Operation sowie einer Mischung aus Hormon- und Strahlentherapie. Moderne Ansätze gibt es in der Krebsimmuntherapie durch monoklonale Antikörper. Das Vorgehen auf diesem Gebiet basiert fast ausschließlich auf Erfahrungen aus Studien und ist durch Leitlinien weltweit akzeptiert. Programme zur Früherkennung sollen die Sterblichkeit in Zukunft deutlich senken.

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Marion Star

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