BGH- Urteil: Nach dem Kiffen Autofahren kann teuer werden

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Wer Cannabis konsumiert und im Anschluss ein Fahrzeug führt und dabei erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Das entschied der Bundesgerichtshof am Dienstag.

Mit bestimmten Krankheitsbildern ist es in Deutschland in der Zwischenzeit erlaubt Cannabis zu konsumieren. Doch sollte man nach dem Konsum von Cannabis nicht gleich ein Kraftfahrzeug führen, selbst wenn der Konsum etwas weiter zurückliegt. Tut man es dennoch, muss man mit Konsequenzen rechnen. Das bestätigte nun auch der Bundesgerichtshof.

500 Euro Strafe und ein Monat Fahrverbot

In dem konkreten Fall soll ein männlicher Fahrzeugführer 500 Euro Bußgeld zahlen und einen Monat seinen Führerschein abgeben, weil bei einer Verkehrskontrolle seine Blutwerte jenseits der erlaubten lagen. Erlaubt ist eine Konzentration des Wirkstoffs THC von maximal 1,0 Nanogramm pro Milliliter.

Der Mann zog wegen der Strafe vor Gericht. Das zuständige Amtsgericht stützte sich allein auf den gemessenen Wert bei der Verkehrskontrolle. Eine tatsächliche Beeinträchtigung spielte für das Gericht keine Rolle. Der beschuldigte Mann äußerte sich nicht vor Gericht zu den Vorwürfen, wehrte sich allerdings mit einer Rechtsbeschwerde.

Im Zweifel Finger vom Steuer

So erklärte der Mann in der Beschwerde, dass er fahrlässig gehandelt habe, sei nicht tragfähig begründet wurden. In der Tat waren diverse Oberlandesgericht in ähnlichen Fällen der Auffassung, der Fahrer habe nicht erkennen können, ob das Cannabis noch in seinem Körper wirkt. Dies hat aber keine Rolle zu spielen, wie der Bundesgerichtshof jetzt grundsätzlich entschied.

Wie das Gericht weiter ausführte, wer Cannabis konsumiert hat, ist demzufolge auch immer verpflichtet, zu prüfen ob er auch verkehrstüchtig ist. Dazu gehöre eine Selbstprüfung genauso wie die Einholung eines fachkundigen Rats. Ist der Fahrer sich nicht sicher, ob er noch ein Fahrzeug sicher führen kann, muss er im Zweifel die Finger vom Steuer lassen.

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Marion Star

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