Immer mehr Menschen erkranken an Bauchspeicheldrüsenkrebs

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Immer mehr Menschen erkranken an Bauchspeicheldrüsenkrebs, vor allem trifft es dabei Männer. Dadurch dass diese Krebsform fast symptomlos verläuft, wird sie meistens erst erkannt, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Derzeitig beraten Experten im Norden Deutschlands über mögliche Therapien um den Bauchspeicheldrüsenkrebs besser behandeln zu können.

Krebsformen gibt es unzählige. Einige sind leichter zu behandeln als andere. Am schwersten zu behandeln ist wohl der Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zudem ist die Sterblichkeit bei dieser Krebsart sehr hoch und die Zahl der Betroffenen steigt immer weiter an. Als Mitursache gelten den Wissenschaftlern zufolge Übergewicht und Rauchen. Die Experten beraten derzeitig über neue Therapieformen.

Sterblichkeit steigt immer höher an

Allein im vergangenen Jahr erkrankten 17.000 Menschen neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Seit Donnerstag der laufenden Woche läuft in der norddeutschen Stadt Warnemünde eine Tagung des Deutschen Pankreaclubs. Bauchspeicheldrüsenkrebs wird in Fachkreisen auch Pankreakrebs genannt.

Die Sterblichkeit ist in Deutschland in den letzten Jahren deutlich angestiegen: Bei Männern stieg die Sterblichkeit von 7,6 auf 8,0 und bei Frauen von 5,0 auf 5,6 pro 100.000 Einwohnern. Die Forscher erklären dies mit der gestiegenen Lebenserwartung in Deutschland. Rauchen und Übergewicht spielen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs eine entscheidende Rolle.

Ungünstige Prognose

Auch 30 Gene, die sich im Laufe eines Menschenlebens verändern könnten, werden ebenfalls mit diesem Tumor in Verbindung gebracht. Bei der Häufigkeit steht der Bauchspeicheldrüsenkrebs an zehnter Stelle, bei der Sterblichkeit allerdings an vierter. Er gehört zudem zu den am schwersten zu operierenden Tumoren.

Trotz Fortschritten in der Chirurgie in Kombination mit neuen Chemotherapien und Bestrahlung bleibt bei dieser Krebsform eine eher ungünstige Prognose. Der Tumor wird in vielen Fällen erst sehr spät diagnostiziert, meistens erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Außerdem streut er sehr früh und zum allen Übel auch noch sehr aggressiv.

Mehrere 10.000 Patienten pro Jahr

Zudem ist die Pankreaschirurgie eine Hochrisikochirurgie und daher sollten Eingriffe nur in Zentren vorgenommen werden, die über viel Erfahrung verfügen. Im Gegensatz zur Bauchspeicheldrüsenkrebs- Behandlung haben sich die Methoden zur chronischen Pankreasentzündung deutlich verbessert.

Davon sind immerhin mehrere 10.000 Patienten im Jahr betroffen. Der Verlauf der Entzündung ist sehr schmerzhaft und akut. Als Hauptursachen gelten Gallensteinerkrankungen und übermäßiger Alkoholgenuss. Bei etwa einem Fünftel der Erkrankten nimmt die Entzündung einen sehr schwerwiegenden bis tödlichen Verlauf.

Krankheit beginnt schleichend

Für eine gutartige Erkrankung ist Todesrate sehr hoch, so die Wissenschaftler. Auch kann es zu einem chronischen Verlauf dieser Erkrankung kommen, hierbei spielt jahrelanger Alkoholkonsum eine entscheidende Rolle. Außerdem leiden viele Menschen an einer chronischen Entzündung, ohne dies mitzubekommen.

Die Krankheit beginnt in fast allen Fällen schleichend und macht sich erst zunehmend durch Schmerzen, Verdauungsstörungen und auch Diabetes bemerkbar. Was den Bauchspeicheldrüsenkrebs angeht, erkranken typischerweise Männer im Alter zwischen 60 und 80 Jahren.

Über den Autor

Frank Müller

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